12. April, 2024

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Deutschland Anleihen ziehen an: Rückenwind von geldpolitischer Lockerung und positiven Konjunkturdaten

Deutschland Anleihen ziehen an: Rückenwind von geldpolitischer Lockerung und positiven Konjunkturdaten

In dieser Woche verbuchten deutsche Bundesanleihen kräftige Zuwächse, wobei der Trend am Freitag anhielt. Der zentrale Terminkontrakt für deutsche Staatsanleihen, der Euro-Bund-Future, kletterte bis zum Nachmittag um ansprechende 0,59 Prozent auf 133,05 Zähler. Einhergehend damit erfuhr die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen einen Rückgang auf 2,32 Prozent. Dieser Abwärtstrend bei den Renditen war gleichermaßen in anderen europäischen Nationen zu beobachten.

Die jüngsten Entwicklungen am Rentenmarkt sind maßgeblich durch die verschiedenen jüngsten Beschlüsse über Leitzinsen beeinflusst. Mehrheitlich bestätigte sich die Prognose sinkender Leitzinsen. Mit der Schweiz ging bereits eine namhafte Zentralbank den Schritt hin zu einer gelockerten Geldpolitik. Dennoch halten zahlreiche große Zentralbanken ihre Zügel weiterhin gestrafft, bedingt durch die noch vorhandenen Unsicherheiten bezüglich der Langfristigkeit des Inflationsrückgangs.

Besonders erfreulich für die deutsche Wirtschaft waren die aktuellen Konjunkturdaten. Das Ifo-Geschäftsklima überraschte positiv mit einem Anstieg auf den höchsten Wert seit dem letzten Sommer, was Ifo-Präsident Clemens Fuest zu der Aussage veranlasste: "Die deutsche Wirtschaft sieht einen Silberstreif am Horizont."

Doch nicht alle Experten teilen diese Zuversicht. Ulrich Kater, Chefökonom der Dekabank, äußerte sich eher verhalten. "Obwohl wir zarte Frühlingsgefühle in der deutschen Konjunktur verspüren, bleibt die Stimmung der Unternehmen getrübt", betonte Kater und verwies dabei auf die immer noch deprimierten Erwartungen. Als Ursachen für diese Skepsis nennt er unter anderem das Gefühl eines wirtschaftspolitischen Stillstands in Deutschland.