25. Februar, 2024

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Deutsche Staatsanleihen setzen Verlustserie fort

Deutsche Staatsanleihen setzen Verlustserie fort

Der Handelstag begann für deutsche Staatsanleihen mit einer Fortsetzung des Abwärtstrends. Der Schlüsselindikator Euro-Bund-Future verzeichnete einen Rückgang von 0,32 Prozent und notierte zur Mittagszeit bei 134,57 Punkten. Infolgedessen kletterte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf einen Wert von 2,27 Prozent, was den anhaltenden Aufwärtstrend bei den Zinserträgen unterstreicht.

Die positiven Impulse aus dem US-amerikanischen Arbeitsmarkt, die am Freitag präsentiert wurden, scheinen ihre Wirkung auch auf die europäischen Anleihemärkten nicht zu verfehlen. In den Vereinigten Staaten sorgten beeindruckende Arbeitsmarktzahlen - eine Kombination aus kräftigem Beschäftigungsaufbau und einem spürbaren Anstieg der Löhne - für Aufsehen und dämpften die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank. Hierdurch erhielten die Anleihenrenditen zusätzlich Auftrieb.

Jerome Powell, der Präsident der US-Notenbank, setzte mit seinen Äußerungen in einem CBS-Interview – das zwar schon am Donnerstag aufgezeichnet, aber erst am Sonntagabend ausgestrahlt wurde – ein klares Zeichen gegen eine überstürzte Lockerung der Zinspolitik. Powell betonte, dass die Bekämpfung der hohen Inflationsrate weiterhin eine Priorität darstelle und stärkte mit seinen Worten die Erwartung eines fortgesetzten straffen geldpolitischen Kurses.

Weniger Einfluss auf den Handelstag hatten hingegen die am Morgen veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus der Eurozone. Obgleich die deutschen Exportzahlen im Dezember überraschend stark nachgaben und die Herstellerpreise im Euroraum sogar noch deutlicher sanken als im Monat zuvor - mit einem Rückgang von 10,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat - schienen diese Faktoren nicht den gleichen Stellenwert auf dem Anleihemarkt einzunehmen wie die US-Daten. Der nachlassende Preisdruck in der Produktion könnte jedoch perspektivisch eine Entspannung auf die Verbraucherpreisinflation ausüben.