22. Februar, 2024

Politik

Deutsche Öffentlichkeit skeptisch gegenüber Regierungsvorbereitungen auf mögliche Trump-Rückkehr

Deutsche Öffentlichkeit skeptisch gegenüber Regierungsvorbereitungen auf mögliche Trump-Rückkehr

Während die politische Schachfigur Donald Trump sich erneut für das höchste Amt in den USA zu positionieren scheint, herrscht in Deutschland Verunsicherung über die Vorbereitungsmaßnahmen der Bundesregierung für eine potenzielle Rückkehr des Republikaners ins Weiße Haus. Einer aktuellen YouGov-Erhebung zufolge glauben 52 Prozent der Bürger, dass die bundesdeutschen Strategien zur Absicherung gegenüber einer solchen Perspektive nicht ausreichend sind.

Auch wenn lediglich 10 Prozent das derzeitige Regierungshandeln als hinreichend erachten, zeigen sich 15 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass keine speziellen Vorkehrungen notwendig seien. Nicht wenige – 23 Prozent – enthalten sich einer Meinung.

Die Prognosen zur politischen Landschaft in den USA gehen davon aus, dass Trump als stärkster Konkurrent von Amtsinhaber Joe Biden auftritt. Glaubt man der Umfrage, sehen knapp die Hälfte der Teilnehmenden bedeutsame sicherheitspolitische Veränderungen am Horizont, falls Trump das Rennen macht. Ebenfalls 38 Prozent rechnen mit signifikanten wirtschaftlichen Auswirkungen.

Trumps erste Amtszeit war von seiner „America first“-Philosophie geprägt. Die Befürchtungen gehen dahin, dass er bei einem erneuten Amtsantritt Unterstützungen wie die Militärhilfe für die Ukraine zurückfahren, das US-Atomwaffenarsenal reduzieren oder US-Truppen aus Europa abziehen könnte und sogar die Nato-Allianz infrage stellen würde.

Im Kontext dieser Unsicherheiten findet Bundeskanzler Olaf Scholz' dritter Besuch in Washington statt. Geplant sind Gespräche mit Politikern der Republikanischen Partei – ein Aufeinandertreffen mit Trump selbst ist allerdings nicht vorgesehen, was mit seinem Status als Privatperson ohne offizielles Amt begründet wird.

Die öffentliche Meinung scheint diese Entscheidung zu tragen: Mehr als die Hälfte stimmen zu, dass ein Treffen mit dem ehemaligen Präsidenten nicht angebracht sei, während etwa ein Viertel ein solches Zusammentreffen bevorzugt hätten.