25. Februar, 2024

Politik

Deutsche Marine unterstützt EU-Mission im Roten Meer

Deutsche Marine unterstützt EU-Mission im Roten Meer

Die Bundeswehr scheint auf Kurs zu einem neuen Auftrag in internationalen Gewässern. In einer aktuellen Stellungnahme des Unionsfraktionsvize Johann Wadephul wird deutlich, dass die Unterstützung des Bundestags für die Beteiligung der Fregatte Hessen an einer EU-Mission im Roten Meer gesichert erscheint. Bei dieser geht es um die Absicherung der Seewege und damit um ein Kernelement der deutschen Wirtschaftsinteressen sowie um die Bewahrung der internationalen Seerechtsordnung. Wadephul unterstrich dabei die Bedeutung der deutschen Beteiligung und betonte das gemeinsame Interesse an einer freien und sicheren Seefahrt. Auch hob er die strategische Relevanz hervor und machte klar, dass ein entsprechendes Mandat der deutschen Bundestagsfraktion von CDU/CSU Zustimmung finden dürfte. Allerdings ließ Wadephul nicht außer Acht, dass der geplante Einsatz Risiken birgt. Er verwies darauf, dass die Huthis, eine militant-islamistische Gruppierung, mit einem ausgeprägten Waffenarsenal gegen Seefahrzeuge ausgerüstet sind und bisher keine Zurückhaltung bei deren Einsatz gezeigt hätten. Trotz der angesprochenen Gefahren wurde die Fregatte 'Hessen' bereits in Position gebracht. Sie lief vom größten Marinestützpunkt Deutschlands aus und trägt die Verantwortung für etwa 240 Marineangehörige. Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack qualifizierte den Einsatz als den ernsthaftesten seit Jahrzehnten für die deutsche Flotte. Während das Kriegsschiff schon in Bewegung gesetzt wurde, steht das offizielle Mandat des Bundestages indes noch aus. Die Entscheidung hierzu wird im Februar erwartet.