13. April, 2024

Wirtschaft

Deutsche Industrie auf wackeligem Boden – DIW meldet gemischtes Konjunkturbarometer

Deutsche Industrie auf wackeligem Boden – DIW meldet gemischtes Konjunkturbarometer

Die industrielle Landschaft Deutschlands wird weiterhin vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit Skepsis betrachtet. Obgleich die Geschäftserwartungen in der Industrie eine positive Richtung einschlagen, warnen die Wirtschaftsforscher: Die Auftragslage ist kritisch und die Bestände an Aufträgen verringerten sich über die letzten Monate hinweg stetig. Das im März erfasste Konjunkturbarometer des DIW zeichnet mit 88 Punkten ein Bild der Unsicherheit, weit entfernt von der Neutralitätsschwelle von 100 Punkten, die ein moderates BIP-Wachstum indizieren.

In dem Kontext hebt das DIW hervor, dass sich die deutsche Wirtschaft wohl kaum vom Fleck bewegen wird. Das erste Quartal des laufenden Jahres präsentiert sich als eine Zeit der Stagnation. Die Ursachen dafür seien vielschichtig: die anhaltend hohen Zinssätze, eine ins Stocken geratene globale Handelsdynamik sowie die langsam wiederkehrende Kaufkraft der Privathaushalte üben Druck auf die Konjunkturentwicklung aus.

Ein Silberstreif am Horizont ist jedoch nicht zu übersehen. Die Stimmung im Dienstleistungsbereich, so hebt das DIW hervor, scheint sich spürbar zu verbessern. Umsatz- und Geschäftserwartungen im Service-Sektor stiegen nach aktuellen Umfragen an. Jedoch wird es vermutlich einige Zeit dauern, bis diese positiveren Anzeichen sich materiell niederschlagen und die Konjunktur spürbar Ankurbeln.