23. Juni, 2024

Wirtschaft

Deutsche Flugsicherung rechnet erst 2027 mit neuem Flugverkehrsrekord

Deutsche Flugsicherung rechnet erst 2027 mit neuem Flugverkehrsrekord

Während die Luftfahrtbranche weiterhin von den Nachwirkungen der Corona-Pandemie beeinträchtigt ist, prognostiziert die Deutsche Flugsicherung (DFS) einen neuen Rekord an Flugbewegungen frühestens im Jahr 2027. Arndt Schoenemann, Chef der DFS, zeigte sich am Montag in Langen bei Frankfurt überzeugt, dass der Verkehr im deutschen Luftraum noch jahrelang unter den Zahlen von vor der Pandemie bleiben wird. Im vergangenen Jahr hatten die Fluglotsen rund 2,83 Millionen Flüge größerer Flugzeuge begleitet. Für das laufende Jahr werden knapp 3 Millionen Flugbewegungen erwartet, was deutlich unter dem Niveau von 2019 mit gut 3,3 Millionen liegt.

Schoenemann machte allerdings deutlich, dass die DFS trotz der geringeren Fluganzahl mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert ist. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine führte zu großflächigen Luftraumsperrungen im Osten, während sich gleichzeitig der militärische Luftverkehr um 15 bis 20 Prozent erhöht hat. Hinzu kommen bedeutende Ereignisse wie die in Schleswig-Holstein gestartete Nato-Übung "Tiger Meet" und die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft. Diese Anlässe erhöhen den Druck auf den ohnehin stark frequentierten deutschen Luftraum, der nur 3 Prozent des europäischen Luftraums ausmacht, aber ein Drittel aller Flüge über dem Kontinent aufnimmt.