17. Juli, 2024

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Deutsche Bundesanleihen profitieren von schwachen US-Konjunkturdaten

Deutsche Bundesanleihen profitieren von schwachen US-Konjunkturdaten

Nach der Veröffentlichung enttäuschender Wirtschaftsdaten aus den USA haben die Kurse deutscher Bundesanleihen am Mittwoch zugelegt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future verzeichnete einen Anstieg um 0,25 Prozent und notierte bei 130,81 Punkten. Die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen lag bei 2,58 Prozent. Vor dem Hintergrund der anstehenden zweiten Runde der französischen Parlamentswahlen sanken zudem die Renditen französischer Staatsanleihen erneut.

Im Fokus standen schwächer als erwartete Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen stärker als prognostiziert, auch das Stellenwachstum in der Privatwirtschaft blieb hinter den Erwartungen zurück. Diese Entwicklungen sind von bedeutender Relevanz für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, da die Lohnentwicklung einen wesentlichen Einfluss auf die Preisbildung ausübt. Daher blickt der Markt gespannt auf den am Freitag erwarteten monatlichen Arbeitsmarktbericht.

Zusätzlich trübte sich der wichtige Einkaufsmanagerindex ISM für den US-Dienstleistungssektor stärker als erwartet ein, was auf eine wirtschaftliche Schrumpfung hinweist. Der Dienstleistungssektor stellt den zentralen Wirtschaftszweig der USA dar. Auch die US-Industrie meldete im Mai einen Rückgang bei neuen Aufträgen. Diese Daten deuten tendenziell auf mögliche Zinssenkungen der Fed hin. Dennoch bleibt der Preisdruck auf einem hohen Niveau.