24. Juni, 2024

Märkte

Deutsche Bundesanleihen legen zu: Schwache US-Konjunkturdaten als Triebfeder

Deutsche Bundesanleihen legen zu: Schwache US-Konjunkturdaten als Triebfeder

Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Donnerstag bis zum Abend an Wert gewonnen. Konkret kletterte der richtungweisende Euro-Bund-Future um 0,22 Prozent und notierte zuletzt bei 129,22 Punkten. Parallel dazu sank die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,65 Prozent.

Ausgelöst wurde die Bewegung am Anleihemarkt durch wachsenden Zinsdruck im Tagesverlauf. Der Grund hierfür lag in einer Serie schwacher Konjunkturdaten aus den USA. Neue Wachstumszahlen signalisierten, dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal mehr Schwung verloren hat als bisher angenommen. Zusätzlich stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und auch der Immobilienmarkt zeigte sich in einer trüben Verfassung.

Diese wirtschaftlichen Indikatoren verstärken die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Zentralbank Fed ihre aktuelle, straffe Geldpolitik schneller aufgibt. Bis Ende des Jahres hat der Markt aktuell eine Zinssenkung vollständig eingepreist, während zu Jahresbeginn noch bis zu sechs derartige Reduzierungen erwartet wurden. Allerdings bleibt die Fed zögerlich, da die hartnäckig hohe Inflation nur langsam sinkt.