19. April, 2024

Politik

Deutsche Bevölkerung kritisch gegenüber Militäraktionen Israels im Gazastreifen

Deutsche Bevölkerung kritisch gegenüber Militäraktionen Israels im Gazastreifen

Die jüngste Umfrage zum Konflikt im Nahen Osten zeigt eine deutliche Haltung der deutschen Bevölkerung: Eine überwältigende Mehrheit von 69 Prozent sieht in den militärischen Maßnahmen Israels gegenüber dem Gazastreifen keine gerechtfertigte Antwort, bedenkt man die hohe Zahl ziviler Opfer. Diese Einschätzung spiegelt sich im aktuellen ZDF-Politbarometer wider, für das die Forschungsgruppe Wahlen repräsentative Aussagen von 1296 Wahlberechtigten im Zeitraum vom 19. bis 21. März gesammelt hat.

Im Zentrum des Konfliktes steht ein kriegerischer Einsatz, der von militanten Gruppierungen in Südisrael ausgeführt wurde und in dem über 1200 israelische Bürger ihr Leben verloren. Als Reaktion darauf setzte Israel zu bedeutenden Luftschlägen und einer Bodenoffensive im Gazastreifen an, bei der nach Informationen der von Hamas geleiteten Gesundheitsinstitutionen, mehr als 31.000 Palästinenser umkamen. Das strategische Ziel dieser Operation seitens Israels ist die Zerschlagung der Hamas-Bewegung und die Befreiung der Geiseln aus den Händen der Terrorgruppe. Die Hoffnung bleibt, dass die geschätzten 100 noch lebenden Geiseln bald in Sicherheit gebracht werden können.

Die restriktive Lage im Gazastreifen, insbesondere bezüglich der Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten betrifft, verlangt nach Ansicht von 87 Prozent der befragten Deutschen, eine stärker prägende Einflussnahme des Westens auf Israel. Vor dem Hintergrund einer drohenden Hungerkrise, die am vorhergehenden Montag von den Vereinten Nationen angemerkt wurde, scheint diese Forderung umso dringlicher. Nur ein geringer Anteil der Umfrageteilnehmer, sieben Prozent, widerspricht dieser Meinung. Zudem zeigen sich nur sieben Prozent der Befragten optimistisch, was das nahende Ende der Kampfhandlungen anbelangt, während 89 Prozent anhaltende Auseinandersetzungen befürchten.