13. April, 2024

Wirtschaft

Deutsche Baumärkte halten sich bei Cannabis-Produkten zurück

Deutsche Baumärkte halten sich bei Cannabis-Produkten zurück

Auch wenn Cannabis in Deutschland eine teilweise Legalisierung erfahren hat, zeigen sich die großen Baumarktketten des Landes zurückhaltend bezüglich einer Ergänzung ihres Sortiments um Cannabis-Pflanzen oder entsprechendes Saatgut. Dies wurde klar, als führende Marken wie Obi, Toom und Hornbach auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur einhellig verkündeten, dass die Änderungen in der Rechtslage vorerst keinen Einfluss auf ihre Produktreihen nehmen werden.

Bauhaus, ein weiter Schwergewicht in der deutschen Baumarktlandschaft, gab zu verstehen, dass man die Verkaufsmöglichkeit noch evaluieren will. Besonders im Fokus stehen dabei nicht nur rechtliche Bedingungen, sondern auch moralische Erwägungen und praxisbezogene Fragen. Dies schließt die Verhandlung über begrenzte Abgabemengen von Saatgut oder die Klassifizierung von Cannabispflanzen als frei verkäufliche Kulturpflanzen ein. Die Entscheidungsfindung wird zudem von der tatsächlichen Konsumentennachfrage beeinflusst werden, so das Unternehmen.

Die Veränderungen im Zuge des neuen Cannabisgesetzes, welches ab Ostermontag wirksam ist, umfassen unter anderem den legalen Besitz von bis zu 25 Gramm getrockneten Pflanzenmaterials zum persönlichen Gebrauch, inklusive der Erlaubnis, dieses auch öffentlich bei sich zu tragen. In Privathaushalten ist die Aufbewahrung von bis zu 50 Gramm gestattet. Zudem dürfen bis zu drei Cannabis-Pflanzen für den Eigenbedarf kultiviert werden. Jedoch unterliegen Samen, Pflanzen und geerntetes Cannabis Sicherheitsbestimmungen zum Schutz vor Diebstahl und dem Zugriff von Kindern, beispielsweise durch abschließbare Schränke oder Räumlichkeiten.