25. Februar, 2024

Wirtschaft

Deutsche Bank setzt auf Einsparungen und plant umfangreichen Stellenabbau

Deutsche Bank setzt auf Einsparungen und plant umfangreichen Stellenabbau

In einem ehrgeizigen Schritt zur Kostenreduktion und Effizienzsteigerung forciert die Deutsche Bank den Abbau von rund 3500 Stellen bis Ende des kommenden Jahres. Dieses Vorhaben umfasst auch den bereits früher in diesem Jahr kommunizierten Wegfall von 800 Arbeitsplätzen. Laut Konzernchef Christian Sewing stehen Einsparungen in Höhe von zusätzlichen 1,6 Milliarden Euro auf der Agenda, während das deutsche Vertriebsnetz gestrafft und interne Abläufe durch Automatisierungen vereinfacht werden sollen.

Marktbeobachter reagieren positiv auf die Ankündigung des größten deutschen Geldhauses, was sich in einem zwischenzeitlichen Anstieg der Aktien um fünf Prozent niederschlägt. Die positiven Zahlen werden auch durch das Erreichen des höchsten Vorsteuergewinns seit 16 Jahren unterstrichen, welcher Sewing zuversichtlich stimmt, dass die Bank bis 2025 ein Ertragswachstum auf etwa 32 Milliarden Euro generieren kann, übertreffend die bisherigen Prognosen.

Die Deutsche Bank zeigte sich bestrebt, den Eigenkapitalrenditezielwert im nächsten Jahr auf über zehn Prozent zu heben, trotz einer realisierten Rendite von nur 7,4 Prozent im vergangenen Jahr. Aktionäre dürfen sich über eine von 30 auf 45 Cent erhöhte Dividende pro Anteilsschein freuen, was insgesamt eine Ausschüttung von etwa 900 Millionen Euro entspricht. Zudem plant das Institut Aktienrückkäufe in Höhe von 675 Millionen Euro.

Trotz dieses Optimismus bleibt die Situation bei der Tochter Postbank angespannt, da dort auftretende IT-Probleme den Kunden erhebliche Unannehmlichkeiten bereiteten. Auch wenn Konzernchef Sewing Fehler eingestanden hat und das Ende der Schwierigkeiten für das erste Quartal 2024 verspricht, waren erhebliche zusätzliche Kosten von 40 Millionen Euro die Folge.

Neben der Postbank bereitet DWS, eine weitere Tochtergesellschaft der Deutschen Bank, Kopfschmerzen aufgrund verzögerter und kostspieliger IT-Umstellungen. Obwohl die DWS von Geldzuflüssen in Milliardenhöhe profitiert hat, sank ihr Gewinn im letzten Jahr um fünf Prozent. Jedoch bleibt DWS-CEO Stefan Hoops zuversichtlich, was die Akquise neuer Kundengelder im Jahr 2024 angeht und belohnt die Aktionäre mit einer Sonderdividende von zusätzlich 4 Euro pro Aktie, woraus sich eine Gesamtausschüttung von über 1,2 Milliarden Euro ergibt.

Trotz dieser gemischten Signale bleiben Analysten und Investoren aufmerksam, denn während die Aktie der Deutschen Bank zu den Gewinnern im Dax zählt, zählt die DWS zu den großen Verlierern im SDax, was die Komplexität und Herausforderungen auf dem Finanzmarkt unterstreicht.