14. Juli, 2024

Wirtschaft

Deutsche Bahn kämpft mit Pünktlichkeitsproblemen

Deutsche Bahn kämpft mit Pünktlichkeitsproblemen

Die Deutsche Bahn (DB) hat erneut mit unpünktlichen Fernzügen zu kämpfen. Im Mai erreichten lediglich 63,1 Prozent der IC- und ICE-Züge ihren Zielbahnhof ohne größere Verspätungen. Dies bedeutet einen weiteren Rückgang gegenüber April, als die Quote noch bei 64,3 Prozent lag, und März, in dem noch 67,6 Prozent der Züge pünktlich ankamen. Eine Verspätung wird ab einer Verzögerung von sechs Minuten registriert.

Ein erheblicher Faktor für diese Unpünktlichkeitsrate ist das verstärkte Baugeschehen im Schienennetz. Die DB erklärte, dass die intensiven Bauarbeiten weiterhin fortgeführt werden, um zum Start der Fußball-Europameisterschaft möglichst wenige Baustellen im Schienennetz zu haben, die den Verkehr behindern könnten.

Die Reisendenpünktlichkeit, ein Maß dafür, wie viele Fahrgäste rechtzeitig ihr Ziel erreichen, sank ebenfalls im Mai. Sie lag bei 68,1 Prozent, im Gegensatz zu 70,2 Prozent im April. Diese Kennzahl schließt Verspätungen ab 15 Minuten und Zugausfälle ein und macht damit die hohe Unzuverlässigkeit des stark beanspruchten und vielerorts überalterten Netzes deutlich.

Fahrgäste müssen sich somit weiterhin auf eine unzuverlässige Beförderung einstellen, während die DB daran arbeitet, das Schienennetz langfristig zu verbessern und stabiler zu machen.