25. Februar, 2024

Märkte

Deutsche Anleihen im Aufwind – EZB-Signale nähren Zinssenkungsphantasien

Deutsche Anleihen im Aufwind – EZB-Signale nähren Zinssenkungsphantasien

In einer an Neuigkeiten armen Börsensession erlebten deutsche Staatspapiere einen leichten Kursgewinn. Der Indikator für das Anlegerinteresse, der Euro-Bund-Future, legte um moderate 0,06 Prozent zu und notierte bei 133,49 Zählern. Dies führte zu einem Rückgang der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die bei 2,31 Prozent verzeichnet wurde. Ähnlich positive Entwicklungen zeigten sich auch in anderen Ländern der Währungsunion, wo die Renditen im Allgemeinen eine Tendenz zur Schwäche aufwiesen.

Ein Mangel an frischen Wirtschaftsdaten prägte den Handelstag, da weder aus Europa noch aus den Vereinigten Staaten relevante Konjunkturzahlen zu verzeichnen waren. Die Marktteilnehmer richteten stattdessen ihre Augen auf die bevorstehende Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am folgenden Tag, von denen sich viele eine klarere Richtung für die Zinslandschaft versprachen. Die vorherrschende Meinung laut Experten der Dekabank: Ohne diese neuen Informationen seien keine verlässlichen Trends am Markt zu erwarten.

Doch ein Funken Hoffnung für diejenigen, die auf eine geldpolitische Entspannung setzen, kam aus den Reihen der Europäischen Zentralbank selbst. Insbesondere die Äußerungen des italienischen EZB-Vertreters Fabio Panetta liefern Gesprächsstoff: Er verwies auf einen spürbaren Nachlass des Inflationsdrucks und sprach von zunehmenden Risiken einer schwächeren Preisentwicklung. Dies nährte in Investorenkreisen die Spekulation auf eine bevorstehende Zinssenkung in der Eurozone, ein Gedankenspiel, das den Bond-Markt zusätzlich belebt haben könnte.

Insgesamt präsentiert sich der Markt in abwartender Stellung, getrieben von vagen Aussichten und der Hoffnung auf klärende Wirtschaftsindikatoren.