23. Juni, 2024

Wirtschaft

Deutsch-französische Allianz sucht den Wirtschaftssprung durch Reformimpulse

Deutsch-französische Allianz sucht den Wirtschaftssprung durch Reformimpulse

Die beiden Wirtschaftspotenzen Deutschland und Frankreich haben sich auf eine gemeinschaftliche Initiative für ein stärkeres Wirtschaftswachstum in Europa verständigt. Grundlage hierfür ist eine Agenda, die mehr Innovation und Investitionstätigkeit, weniger Bürokratie und einen faireren Wettbewerb vorsieht. Diese Agenda wurde jüngst im Rahmen des deutsch-französischen Ministerrats im brandenburgischen Schloss Meseberg festgelegt. Dort wurde der Bedarf nach einer neuen wirtschaftlichen Dynamik für Europa hervorgehoben, wobei die Botschaft klar ist: Die nächsten fünf Jahre werden entscheidend.

Die Europäische Kommission beziffert den Investitionsbedarf auf jährlich über 620 Milliarden Euro, um den Übergang zu einer sauberen Energiepolitik und Klimaneutralität realisieren zu können. In diesem Zuge setzen Berlin und Paris auch auf eine gezielte Unterstützung für Unternehmen aus Schlüsselindustrien wie Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, aber auch Luft- und Raumfahrt, Biotechnologie, Robotik und die Chemiebranche. Die Förderung nationaler Investitionen in grüne und digitale Vorhaben sowie in die Wettbewerbsfähigkeit und strategische Unabhängigkeit Europas soll seitens der EU verstärkt werden.

Des Weiteren wird ein erhöhtes Engagement der EU in Bereichen der Sicherheit und Verteidigung angemahnt. Die Verringerung kritischer Abhängigkeiten und die Erweiterung der Fähigkeiten zur Entwicklung und Produktion relevanter Verteidigungsgüter und -technologien innerhalb der EU stehen im Fokus. Hier kommt auch der Verteidigungsindustrie eine Schlüsselrolle zu, für die ein besserer Zugang zu öffentlichen und privaten Finanzmitteln, einschließlich solcher der Europäischen Investitionsbank, geschaffen werden soll.