29. Februar, 2024

Märkte

Der Euro festigt Position gegenüber dem Dollar vor US-Arbeitsmarktbericht

Der Euro festigt Position gegenüber dem Dollar vor US-Arbeitsmarktbericht

Die europäische Einheitswährung hat sich im gestrigen Handel weiterhin gestärkt und bewegt sich zum Wochenende mit leichten Gewinnen. Zu Mittagszeit pendelte der Euro auf einem leicht erhöhten Stand von 1,0885 USD, womit er die Marke vom vorhergehenden Abend übertrifft. Das letzte Wort der EZB am Donnerstagnachmittag lautete auf einen Referenzkurs von 1,0814 USD, setzte also die Gemeinschaftswährung etwas niedriger an.

Marktteilnehmer und Analysten fokussieren ihr Interesse heute verstärkt auf Daten aus den Vereinigten Staaten, wo der heutige Nachmittag den monatlichen Arbeitsmarktbericht der Regierung offenlegen wird. Ein unmittelbarer Einfluss dieses Berichts auf die monetäre Ausrichtung der Federal Reserve wird erwartet, da starke Beschäftigungs- und Lohnzahlen tendenziell auf eine fortgesetzte strikte Finanzpolitik der Fed hindeuten könnten.

Die Spannung steigt insbesondere nach jüngsten Kommentaren von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der Fed, der klarstellte, dass eine Zinssenkung abhängig sei von einer gefestigten Überzeugung, dass die derzeit hohe Inflation nachhaltig zurückgehen werde. Der Bericht wird also nicht zuletzt als ein möglicher Wegweiser gesehen, wie die US-Notenbank ihre nächste strategische Interpretation der volkswirtschaftlichen Teuerungsraten vornehmen könnte.

Aus einer Analyse der Helaba, der Landesbank Hessen-Thüringen, ergeben sich unterschiedliche Einschätzungen zur Lohnentwicklung in den USA. Obwohl kürzlich ein Rückgang in der Beschäftigungsdynamik zu verzeichnen war, bleibt die Lage auf dem Arbeitsmarkt stabil und die Arbeitslosenquote weiterhin auf niedrigem Niveau.

Die Experten der Helaba merken an, dass die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt oft zeitverzögerte Indikatoren sind, momentan jedoch eine erhöhte Relevanz in der Entscheidungsfindung der Zentralbanker aufweisen könnten. Diese Beobachtung gilt gleichermaßen für die USA und die Eurozone, in der auch EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Lohnentwicklung als bedeutenden Faktor für geldpolitische Überlegungen hervorgehoben hat.