18. Juli, 2024

Politik

Demokraten fordern Bidens Rückzug aus Präsidentschaftsrennen

Demokraten fordern Bidens Rückzug aus Präsidentschaftsrennen

Das politische Fundament von Präsident Joe Biden bröckelt: Eine Anzahl einflussreicher Demokraten im US-Repräsentantenhaus hat in einem vertraulichen virtuellen Treffen darüber diskutiert, wie sie Biden dazu bewegen könnten, sich aus dem laufenden Präsidentschaftsrennen zurückzuziehen. Grund dafür sind wachsende Bedenken hinsichtlich seines Alters und seiner Fähigkeit, eine Wiederwahl gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump zu gewinnen.

Insbesondere hochrangige Mitglieder wichtiger Ausschüsse waren an der Diskussion beteiligt. Einigkeit herrschte darüber, dass ein Wechsel an der Spitze notwendig sei, um die Chancen der Demokratischen Partei auf den Erhalt des Weißen Hauses sowie die Kontrolle über den Kongress zu sichern. Zu den prominentesten Unterstützern dieses Ansatzes gehörten Jerry Nadler aus New York, Adam Smith aus Washington, Mark Takano aus Kalifornien, Joe Morelle aus New York und Jim Himes aus Connecticut.

Während einige Teilnehmer an der Diskussion keine öffentlichen Kommentare abgaben, äußerte sich Don Beyer aus Virginia nach dem Treffen und erklärte ausdrücklich: „Ich unterstütze Präsident Biden.“ Dennoch zeigen sich immer mehr Stimmen in der Partei skeptisch: So äußerte sich auch Senator Chris Murphy aus Connecticut am Sonntag kritisch über Bidens jüngstes TV-Interview und betonte, dass der Präsident mehr tun müsse, um die Sorgen der Wähler hinsichtlich seiner Fitness für ein erneutes Amt zu zerstreuen.

Die kommenden Tage könnten entscheidend für die Zukunft Bidens Präsidentschaftskandidatur sein. Ein endgültiges Urteil über seine Fähigkeit, erneut zu kandidieren, steht noch aus, aber eines scheint klar: Die Geduld innerhalb der Demokratischen Partei wird knapp.