13. April, 2024

Wirtschaft

Dekabank verfehlt Milliardenziel in rauer Wirtschaftssee

Dekabank verfehlt Milliardenziel in rauer Wirtschaftssee

Nach einer Phase des Aufschwungs musste die Dekabank, welche fest in den Händen der Sparkassen verankert ist, eine leichte Kurskorrektur in ihrer Gewinnfahrt hinnehmen. Das Finanzinstitut verfehlte das anvisierte Ziel eines Milliardengewinns für das Jahr 2023 knapp und schloss mit einem wirtschaftlichen Ergebnis von 971,5 Millionen Euro. Damit lag der Ertrag nur unwesentlich unter dem Vorjahreshoch von 984,8 Millionen Euro, konnte jedoch die hohen Erwartungen nicht gänzlich erfüllen.

Noch im Spätherbst hatte Georg Stocker, der Vorstandschef der Dekabank, eine erhöhte Ertragsperspektive mit einem wirtschaftlichen Ergebnis von 10 bis 20 Prozent über dem Rekordwert des Vorjahres in Aussicht gestellt. Diese Zuversicht wurde jedoch von der Realität eingeholt. Angetrieben von geopolitischen Unruhen und wirtschaftlichen Herausforderungen projiziert die Bank einen Gewinn von etwa 700 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2024.

Trotz des herausfordernden Umfelds konnte das Geldhaus im Jahr 2023 von steigenden Zinsen profitieren: Das Zinsergebnis kletterte nahezu auf das Doppelte des Vorjahres auf 487,5 Millionen Euro. Jedoch musste die Dekabank auch ihre Vorsorge für mögliche Kreditrisiken verdreifachen, was vorwiegend auf die Wirrungen des Immobilienmarktes zurückzuführen ist. Zusätzliche finanzielle Belastungen ergaben sich durch Anpassungen bei Pensionsrückstellungen.

Im Segment der Fonds und Zertifikate konnte die Dekabank mit einem Vertriebsvolumen von 5,7 Milliarden Euro nicht an die Zahlen des Vorjahres anknüpfen. Während im Jahr 2022 frische Mittel in Höhe von 27,4 Milliarden Euro gesammelt wurden, wirkte sich der Verlust eines umfangreichen Mandates im institutionellen Segment, welches rund 19 Milliarden Euro umfasste, negativ auf die Bilanz aus.