Die finanzielle Achterbahnfahrt des Dax hält an, da der Markt am Freitagmorgen einen Rückgang um 0,6 Prozent auf 19.848 Punkte verzeichnete, nachdem er kürzlich einen Höchststand von 20.522 Punkten erreichte. Dies markiert den sechsten Verlusttag in Folge, womit die Marke von 20.000 Punkten scheinbar aus dem Blick gerät. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, wird ebenfalls mit einem Rückgang von 0,7 Prozent erwartet. Auslöser für die aktuelle Abwärtstendenz war die jüngste Zinsprognose der US-Notenbank Fed am Mittwochabend, die auf den Märkten zu Gewinnmitnahmen führte. Die Aussicht auf weniger Zinssenkungen im kommenden Jahr, bedingt durch die anhaltend hohe Inflation, sorgte sowohl in den USA als auch in Europa für Unruhe. Gleichzeitig beeinflusst der sogenannte 'große Verfallstag', an dem Optionen und Futures auf Indizes und Einzelaktien auslaufen, die Marktbewegungen. Während die deutschen Aktien von Adidas trotz eines erfreulich aufgenommenen Quartalsberichts des US-Sportartikelherstellers Nike vorbörslich um 0,8 Prozent nachgaben, erfuhren die Papiere von Fraport durch eine Hochstufung von JPMorgan eine Aufwertung um 1,5 Prozent auf Tradegate. Die Analysten verwiesen auf die reduzierte Unsicherheit nach einer Vereinbarung mit Fluggesellschaften. Im Gegensatz dazu wurde Teamviewer von Goldman Sachs herabgestuft, was zu einem Rückgang von 2,6 Prozent führte. Grund für die Herabstufung waren unsichere Ausschüttungen im Zuge einer Übernahme. Die Aktie von Hornbach Holding wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, verlor 5 Prozent, da die Quartalszahlen hinter den Erwartungen zurückblieben und die Umsatzprognose nach unten korrigiert werden musste.
Märkte
Dax unter Druck: Korrektur setzt sich fort, während US-Zinsprognosen und großer Verfallstag die Märkte bewegen