29. Februar, 2024

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Dax nähert sich seinem Allzeithoch dank Technologierally in den USA

Dax nähert sich seinem Allzeithoch dank Technologierally in den USA

An der Frankfurter Börse herrscht Zuversicht, die den Dax zu Beginn der Woche auf beinahe rekordverdächtige Höhen hievte. Der Leitindex verzeichnete ein Plus von 0,65 Prozent und verortete sich bei 17.037,35 Zählern, nur knapp unterhalb seines Höchststandes von rund 17.050 Punkten, den er letzte Woche erreicht hatte. Ähnlich positiv zeigte sich der MDax für mittelgroße Unternehmen, der um 1,42 Prozent auf 26.095,34 Zähler kletterte.

Die Börsenteilnehmer beflügelte die Rally im Technologiesektor der Vereinigten Staaten. Insbesondere die erwarteten Gewinne durch den fortschreitenden Einsatz Künstlicher Intelligenz nähren die Hoffnungen der Anleger. Experten wie Konstantin Oldenburger von CMC Markets bemerken jedoch, dass der Dax Schwierigkeiten habe, die 17.000 Punkte-Marke dauerhaft zu durchbrechen, da es an fortlaufenden Anschlusskäufen mangele.

Erwartet wird nun der Ausblick auf den deutschen Frühindikator ZEW-Konjunkturerwartungen sowie die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise, die als entscheidende Maßstäbe der Geldpolitik dienen. Eine erste Zinssenkung der US-Notenbank könnte bereits im Mai erfolgen, da eine Abkühlung der Inflation zu beobachten ist.

Im Fokus standen einzelne Unternehmensaktien: Siemens Energy erlebte mit einem Plus von 5,7 Prozent eine Spitzenposition im Dax, begünstigt durch Empfehlungen von Santander sowie Bank of America. Letztere sah insbesondere im Bereich der Windkraftanlagen eine positive Entwicklung.

Derweil bestätigte Rheinmetall seine Wachstumspläne mit einer Verdopplung des Umsatzes auf 20 Milliarden Euro in sieben bis acht Jahren und einem Aktienplus von 3,7 Prozent. Auch Hensoldt verzeichnete mit 3,6 Prozent eine starke Steigerung im MDax, getrieben von der Erwartung erhöhter Wehrausgaben in mehreren westlichen Ländern.

Einen beträchtlichen Sprung machte Nordex mit vorläufigen Jahreszahlen, die über den Erwartungen lagen, und schoss im Index um 10,5 Prozent in die Höhe. Beobachter sehen darin Signale für eine robuste Geschäftsentwicklung.

International schloss der EuroStoxx 50 mit einem Plus von 0,65 Prozent. Die Pariser Börse meldete ähnliche Gewinnzahlen, wohingegen der FTSE 100 in London stagnierte. Am US-Aktienmarkt stieg der Dow Jones um 0,5 Prozent zum europäischen Börsenschluss.

Die europäische Gemeinschaftswährung verzeichnete einen leichten Zugewinn gegenüber dem US-Dollar. Die Umlaufrendite am Rentenmarkt komplettierte den Handelstag mit einem marginalen Anstieg von 2,37 auf 2,38 Prozent, während der Bund-Future geringfügig zulegte.