Databricks, ein aufstrebender Softwareentwickler, sichert sich eine beeindruckende Finanzspritze von 10 Milliarden Dollar, die den Firmenwert auf 62 Milliarden Dollar steigert. Diese Investition wird der dynamischen Firma nicht nur ermöglichen, ihre internationalen Vertriebsaktivitäten erheblich auszubauen, sondern auch neue Produkte im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu entwickeln und strategische Übernahmen zu tätigen. Zusätzlich sollen Aktien von bestehenden und ehemaligen Mitarbeitern aufgekauft werden, teilte das Unternehmen in einer kürzlich veröffentlichten Erklärung mit.
Finanziert wird diese Großinvestition federführend durch Thrive Capital, mit Unterstützung von renommierten Investmentfirmen wie Andreessen Horowitz und DST Global. Vince Hankes, Partner bei Thrive Capital, äußerte sich positiv über die Entwicklung: „Das Unternehmen hat das Zeug dazu, an die Börse zu gehen. Mit dieser Kapitalrunde und der damit verbundenen Liquidität für Mitarbeiter wird der Druck deutlich gemindert.“
Databricks plant bis zum Geschäftsjahr, das im Januar 2025 endet, einen jährlichen Umsatz von über 3 Milliarden Dollar zu erzielen. Im letzten Quartal, das im Oktober endete, stieg der Umsatz um mehr als 60 Prozent, was in der aktuellen wirtschaftlichen Lage bemerkenswert ist.
Das Unternehmen bietet Softwarelösungen an, die komplexe Daten verarbeiten, analysieren und intelligente Anwendungen erstellen. Hauptkonkurrenten sind Snowflake und die Cloud-Dienstleistungen von Unternehmen wie Microsoft. Das Produkt Databricks SQL, das in direkter Konkurrenz zu Snowflake steht, erzielte einen Umsatzlauf von 600 Millionen Dollar und wuchs um mehr als 150 Prozent jährlich. Mehr als 500 Kunden sind bereit, jährlich über 1 Million Dollar für die Nutzung der Databricks-Plattform auszugeben.
Ein Teil der Finanzierung wird auch zur Begleichung von Steuern im Zusammenhang mit dem Verkauf von Mitarbeiteraktien verwendet werden. Medienberichten zufolge sucht Databricks zusätzlich nach 2,5 Milliarden Dollar Schulden bei privaten Kreditgebern, um die damit verbundenen Steuerlasten abzufedern.
Thrive Capital hat bereits ähnliche Mitarbeitertender-Angebote bei Unternehmen wie OpenAI und Stripe unterstützt. Hankes merkte an, dass solche Angebote mittlerweile zu einer Erwartungshaltung der Arbeitnehmer geworden sind, da diese ansonsten alternative Aktienoptionen bei Technologiegiganten wie Google oder Meta wahrnehmen könnten, was den Unternehmen helfen kann, wettbewerbsfähig zu bleiben.