19. April, 2024

Wirtschaft

Dämpfer für Deutschlands Einzelhandel: Umsatzeinbußen trotz aufkommender Ostereuphorie

Dämpfer für Deutschlands Einzelhandel: Umsatzeinbußen trotz aufkommender Ostereuphorie

Die Umsätze des deutschen Einzelhandels verzeichneten im Februar eine rückläufige Tendenz. Dies wurde von dem Statistischen Bundesamt aufgezeigt. Besonders augenscheinlich ist ein Umsatzrückgang, der sowohl im Vergleich zum Vormonat Januar als auch im Jahreshochrechnung zu verzeichnen war. Interessanterweise lagen die realen Umsatzzahlen – also unter Berücksichtigung der Preisbereinigung um 1,9 Prozentpunkte niedriger als noch im Januar. Die nominalen Umsätze sanken um etwaige 1,8 Prozent. Ein Jahr zuvor sah das Bild noch anders aus: Im Vorjahresvergleich gab es real betrachtet eine Reduktion um 2,7 Prozent, nominal hingegen eine Minimierung um 0,4 Prozent. Die Statistiker weisen hier auf die spürbare Diskrepanz zwischen nominalen und realen Werten hin, die sich durch eine allgemeine Preissteigerung im Einzelhandelssektor erklären lässt.

Trotz dieser ernüchternden Zahlen, kam im Vorfeld des Osterfestes ein Hoffnungsschimmer auf. Laut aktueller Befunde des Ifo-Instituts verbesserte sich die Stimmung im Einzelhandel im März deutlich. Einzelhändler schätzten ihre momentane Geschäftslage positiver ein als noch zuvor und auch die Erwartungen an die kommenden Geschäfte waren merklich optimistischer. Wie Ifo-Experte Patrick Höppner betont, scheint das Ostergeschäft hierfür ein Katalysator zu sein, welcher den bisher vorherrschenden Pessimismus in der Branche eindämmt. Für die nahe Zukunft sind zudem weniger Einzelhändler bereit, Preiserhöhungen vorzunehmen – ein Trend, der sich zuletzt vor drei Jahren so beobachten ließ.