19. Mai, 2024

Wirtschaft

Dämpfer für den US-Häusermarkt: Vertrauen der Bauherren schwindet

Dämpfer für den US-Häusermarkt: Vertrauen der Bauherren schwindet

Die Zuversicht der Bauherren in den Vereinigten Staaten erlebt einen unerwartet starken Abwärtstrend. Der renommierte NAHB-Hausmarktindex, ein Gradmesser für das Vertrauen der Bauindustrie, hat im Mai einen deutlicheren Rutsch erfahren als von Marktkennern prognostiziert wurde. Der von der National Association of Home Builders herausgegebene Indikator sank um sechs Zähler von 51 auf 45 Punkte und verfehlte damit die Durchschnittserwartung der Analysten, die von einem leichten Rückgang auf 50 Punkte ausgegangen waren.

Der Chefökonom der NAHB, Robert Dietz, unterstrich die negativen Auswirkungen der ausbleibenden Erfolge bei der Eindämmung der Inflation, welche einen direkten Effekt auf die längerfristigen Zinssätze habe. Diese Entwicklungen drücken auf das Gemüt der Bauherren. Laut Dietz ist die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum durch die Bauunternehmer ein entscheidender Faktor, um die letzte Phase im Gefecht gegen die Inflation erfolgreich zu bewältigen. Der Rückgang des Vertrauens der Bauherren liefert somit ein weiteres Puzzlestück im Bild der amerikanischen Wirtschaft, das von Inflationsängsten und Zinssorgen geprägt ist. Eine Herausforderung, die – so scheint es – auch den robusten Sektor des Wohnungsbaus nicht unberührt lässt.