18. Juli, 2024

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Daimler Truck verzeichnet Absatzrückgang im zweiten Quartal

Daimler Truck verzeichnet Absatzrückgang im zweiten Quartal

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck musste im zweiten Quartal des Jahres einen merklichen Absatzrückgang verzeichnen. Bedingt durch schwache Geschäfte in Asien und Europa verkaufte der Dax-Konzern von April bis Juni insgesamt 112.195 Lkw und Busse. Dies stellt einen Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dar. Die Börsennachricht führte dazu, dass die Aktie ihren Tagesgewinn einbüßte und zuletzt seitwärts tendierte.

Besonders stark betroffen war die in Europa und Lateinamerika präsente Sparte Mercedes-Benz, die 22 Prozent weniger Fahrzeuge absetzte. Auf dem asiatischen Markt, der sich als besonders herausfordernd erwies, verzeichnete Daimler Truck sogar einen Rückgang von 29 Prozent. Selbst auf dem traditionell profitablen nordamerikanischen Markt fiel der Absatz um 5 Prozent. Eine positive Ausnahme bildete die Bus-Sparte, die ihre Verkäufe um 8 Prozent steigern konnte.

Jefferies-Analyst Michael Aspinall betonte, dass der Absatz im zweiten Quartal den Erwartungen aus dem ersten Vierteljahr entsprach. Er stellte die Frage, wie schnell sich eine mögliche Erholung der Frachtmärkte im weiteren Jahresverlauf in den Aufträgen niederschlagen könnte. Nick Housden von der kanadischen Bank RBC stimmte dem zu und sprach von einer erwartungsgemäßen Entwicklung des Nutzfahrzeugherstellers im zweiten Quartal, wobei er auf eine leichte Schwäche bei der Mercedes-Benz-Sparte hinwies, die die Zielerreichung gefährden könnte.

Insgesamt verkaufte Daimler Truck im ersten Halbjahr 221.106 Lastwagen und Busse, was einem Rückgang von 14 Prozent entspricht. Der Bestellboom nach der Corona-Pandemie hat sich inzwischen zu einem Rückgang bei den Aufträgen gewandelt. Besonders die schwache Wirtschaftslage in Europa belastet die Zuversicht der Speditionen.

Für das gesamte Jahr rechnet Daimler Truck mit einem Absatz zwischen 490.000 und 510.000 Einheiten, nach 526.053 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2023. Die erwarteten Verluste begründet der Konzern mit schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und dem Ausbleiben von Nachholeffekten. Detaillierte Finanzzahlen und Auftragseingänge aus dem zweiten Quartal sollen am 1. August vorgestellt werden.