04. Januar, 2026

Politik

CSU kündigt weitreichende Sicherheitsstrategien und wirtschaftliche Förderprogramme an

Inmitten wachsender geopolitischer Spannungen in der Ostsee erhebt die Christlich-Soziale Union (CSU) erneut den Ruf nach einer intensiveren Überwachung dieser strategisch wichtigen Region. Erschüttert von den Berichten über verdächtige Angriffe auf essentielle Tiefseekabel, die mutmaßlich im Zusammenhang mit der mysteriösen russischen Schattenflotte stehen, plädiert die Partei für den Einsatz modernisierter Überwachungsmethoden. Konkret schlägt die CSU vor, sowohl auf fortschrittliche Technologien als auch auf künstliche Intelligenz zu setzen, um ein engmaschiges Netzwerk aus Sensoren zu schaffen. Unbemannte Unterwasserdrohnen stehen im Zentrum dieses Konzepts zur Überwachung kritischer Infrastrukturen. Diese Ansätze werden in einem neuen Positionspapier erörtert, das auf der bevorstehenden Klausurtagung in Kloster Seeon zur Abstimmung stehen wird.

Alexander Hoffmann, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, unterstreicht zudem die Dringlichkeit einer Stärkung der konventionellen Streitkräfte Deutschlands. Er lehnt die Vorstellung einer vereinten europäischen Armee ab und favorisiert stattdessen eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den europäischen Streitkräften. In diesem Zusammenhang fordert die CSU eine erhebliche Aufstockung der Investitionen in die Bundeswehr. Dies schließt die Entwicklung und Implementierung moderner Waffentechnologien wie des "Future Air Combat Systems" und eine breit angelegte Drohnenflotte mit ein, die die Einsatzbereitschaft und Adaptionsfähigkeit der deutschen Streitkräfte erhöhen sollen.

Auf wirtschaftlicher Ebene rückt die CSU Maßnahmen ins Zentrum ihrer Politik, die Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt sichern sollen. Hoffmann spricht sich für die Abschaffung der seit 2021 geltenden Regelung zur telefonischen Krankschreibung aus, um Anreize für eine „ehrlichere“ Krankmeldung zu schaffen. Diese Forderung trifft jedoch auf scharfe Kritik seitens des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der argumentiert, dass damit die Ursachen für gestiegene Krankmeldungen missinterpretiert werden, und äußert Bedenken bezüglich der möglichen Folgen für Arbeitnehmer.

Zur Belebung der Konjunktur plant die CSU ferner, eine Beschleunigung der geplanten Senkung der Körperschaftssteuer auf das Jahr 2026 vorzuziehen. Diese steuerlichen Erleichterungen sollen von einem Abbau bürokratischer Hürden begleitet werden. Auch der Landwirtschaft möchte die CSU unter die Arme greifen, indem ein pragmatischerer Umgang mit der Regulierung von Pflanzenschutzmitteln und geschützten Tierarten angestrebt wird. Diese Maßnahmen sollen der Branche eine dringend benötigte Entlastung verschaffen und langfristige Stabilität sicherstellen.