18. Juli, 2024

Wirtschaft

Chicken Soup for the Soul Entertainment: Muttergesellschaft von Redbox meldet Insolvenz an

Chicken Soup for the Soul Entertainment: Muttergesellschaft von Redbox meldet Insolvenz an

Die Muttergesellschaft von Redbox, Chicken Soup for the Soul Entertainment, hat am Freitag einen Antrag auf Insolvenzschutz gemäß Chapter 11 gestellt. Das Unternehmen, bekannt für seine auffälligen roten DVD-Verleihautomaten, musste diesen Schritt nach erheblichen finanziellen Verlusten ergreifen.

Laut Insolvenzunterlagen verzeichnet Chicken Soup Schulden in Höhe von etwa 970 Millionen US-Dollar und Vermögenswerte von rund 414 Millionen US-Dollar. Zu den Gläubigern zählen namhafte Unterhaltungs- und Medienunternehmen wie Universal Studios, Sony Pictures und BBC Studios Americas sowie Einzelhändler wie Walgreens und Walmart.

Chicken Soup for the Soul, gegründet 1993 von den Motivationssprechern Jack Canfield und Mark Victor Hansen, wurde ursprünglich durch seine inspirierenden Buchserien bekannt. Die Bücher bieten Lebensratgeber und Geschichten über das Überwinden von Hindernissen, die den seelischen Heilungsprozess fördern sollen. Bis heute hat Chicken Soup über 300 Titel veröffentlicht und mehr als 500 Millionen Kopien weltweit verkauft.

Es ist wichtig hervorzuheben, dass die Buchverlagsabteilung von Chicken Soup for the Soul von der Insolvenz nicht betroffen ist. Das Unternehmen gab keinen Kommentar dazu ab, ob die Insolvenz Auswirkungen auf den Betrieb von Redbox haben wird.

Im Jahr 2022 übernahm Chicken Soup for the Soul Entertainment Redbox, einen seit 2002 bestehenden Anbieter von DVD-Verleihkiosken. Redbox betreibt etwa 27.000 Kioske in den gesamten Vereinigten Staaten. William J. Rouhana Jr., der das Unternehmen seit 2008 leitet, hat erfolglos versucht, die Geschäftspalette zu diversifizieren.

Chicken Soup for the Soul Entertainment hat rund 1.000 Voll- und Teilzeitbeschäftigte. Das Unternehmen beantragte Unterstützung, um seinen Angestellten Gehälter zahlen zu können, was in den letzten zwei Wochen nicht möglich war. Laut der U.S. Securities and Exchange Commission erzielte das Unternehmen 2023 einen Nettoverlust von 636 Millionen US-Dollar, verglichen mit 111 Millionen US-Dollar im Jahr 2022. Bei der Übernahme von Redbox im Jahr 2022 hatte das Verleihunternehmen Schulden in Höhe von mehr als 300 Millionen US-Dollar.