12. April, 2024

Politik

Charkiw: Tödliche Drohnenattacke erschüttert ukrainische Metropole

Charkiw: Tödliche Drohnenattacke erschüttert ukrainische Metropole

Die Gewaltspirale in der Ostukraine zieht erneut tragische Konsequenzen nach sich: Eine Serie russischer Drohnenangriffe hat in Charkiw, einer der größten Städte der Ukraine, mindestens vier Tote und zwölf Verletzte gefordert. Zu den Opfern zählen eine Einwohnerin des betroffenen Wohngebiets sowie drei tapfer agierende Rettungskräfte. Oleh Synjehubow, der Gouverneur, und Ihor Terechow, der Bürgermeister, gaben über den Nachrichtendienst Telegram bekannt, dass die hinzugeeilten Helfer beim Vor-Ort-Einsatz von einer weiteren Welle der Destruktion getroffen wurden.

Den Behördenangaben nach richtete sich die Gewalt auch gegen die zivile Infrastruktur. Ein Wohnkomplex erlitt schwere Schäden, was Terechow spezifizierte. Über die nächtliche Stunde hinaus erlebte die Stadt eine massive Attacke mit rund 20 Kampfdrohnen, wovon 15 attackierende Flugobjekte in mehreren Angriffswellen auf Charkiw niedergingen. Trotz der Abwehrversuche der ukrainischen Luftverteidigung gelang es nicht, alle Drohnen zu neutralisieren.

Die strategische Lage Charkiws, nahe der russischen Grenze, macht die Stadt zu einem wiederkehrenden Brennpunkt im andauernden Konflikt. Nach einer temporären Besetzung durch russische Kräfte konnte die ukrainische Armee die Region im Herbst des vergangenen Jahres zurückgewinnen. Die jüngsten Vorfälle deuten jedoch auf eine Intensivierung des Beschusses hin, wobei insbesondere Energieanlagen ins Visier genommen werden; ein Schachzug, der umfassende Stromausfälle nach sich zieht und auf die Strapazierung der zivilen Resilienz abzielt.