19. Mai, 2024

Politik

Chancellor Olaf Scholz Highlights Manageable Task of Addressing German Military Staff Shortages

Chancellor Olaf Scholz Highlights Manageable Task of Addressing German Military Staff Shortages

Bundeskanzler Olaf Scholz sieht in der Debatte um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland kein Rückkehr-Scenario zur Praxis vor 2011. Bei einem Besuch in Stockholm äußerte er sich zuversichtlich über die Fähigkeit, die Bundeswehr personell zu stärken, ohne auf die alte Wehrpflichtstruktur zurückzugreifen. Scholz betonte, dass es vorrangig darum gehe, Frauen und Männer für den Dienst zu gewinnen und von einer Karriere in der Bundeswehr zu überzeugen. Der Kanzler unterstrich, dass das historische Modell der Wehrpflicht, mit seiner Infrastruktur und dem Bedarf an Soldaten, nicht mehr zeitgemäß sei und nicht den gegenwärtigen Plänen entspreche. Die Reaktionsvorschläge auf den Personalmangel seien nicht mit dem einstigen System vergleichbar.

In den nächsten Wochen wird Verteidigungsminister Boris Pistorius einen Vorschlag präsentieren, der sich mit der Reaktivierung der Wehrpflicht als Strategie zur Personalgewinnung auseinandersetzt. Die Bundeswehr soll bis 2031 von aktuell 182.000 auf 203.000 Soldaten anwachsen.

Im Vergleich zu Deutschland hat Schweden die Wehrpflicht 2017 reaktiviert. Der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson erklärte, dass ein jedes Land seine individuelle Antwort auf die Herausforderung der Soldatenrekrutierung findet. Das schwedische Modell kombiniert Freiwillige mit Berufssoldaten und -offizieren und scheint erfolgreich zu sein. Kristersson betonte den Respekt jedes Landes für die unterschiedlichen Herangehensweisen, die auf verschiedenartigen historischen Erfahrungen basieren.

In Schweden wird aktuell nicht die gesamte Jugend für den Dienst einberufen. Vielmehr folgt auf einen allgemeinen Fragebogen ein Auswahlprozess, der zur Musterung und anschließenden Rekrutierung eines bestimmten Anteils der Jahrgänge führt. Dieses Konzept einer Musterungspflicht umfasst eine militärische Grund- und Führungsausbildung, die zwischen sechs und 15 Monaten dauert.