12. April, 2024

Politik

CDU-Spitze sucht Einigkeit: Merz plant kollektive Entscheidung für Kanzlerkandidatur

CDU-Spitze sucht Einigkeit: Merz plant kollektive Entscheidung für Kanzlerkandidatur

Friedrich Merz, Spitzenmann der CDU, kündigte an, dass die Wahl des nächsten Kanzlerkandidaten der Union ein Gemeinschaftswerk sein wird. In einem Gespräch mit den Funke Mediengruppen betonte er die Notwendigkeit, dass neben der engen Parteiführung ebenfalls die Landesvorsitzenden in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden sollten. Ein gemeinsamer Vorschlag, getragen von ihm und CSU-Vorsitzendem Markus Söder, sei das angestrebte Ziel. Diese Äußerungen folgen auf den Wunsch von Kai Wegner, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, der eine verstärkte Einflussnahme der Landesfürsten bei der Kür des Kanzlerkandidaten ins Spiel brachte.

Darüber hinaus berührte Merz das Thema eines potenziellen vorgezogenen Wahltermins und nannte den 22. September 2024 als möglichen Tag für Bundestagswahlen. Seine Auswahl begründet er mit dem Ende der Sommerferien und der zeitlichen Nähe zur Landtagswahl in Brandenburg. Merz spekuliert, dass die FDP als schwächstes Glied der aktuellen Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP den Regierungsbund vorzeitig verlassen könnte – mit dem Kalkül, ihre Chancen bei den kommenden Wahlen zu verbessern und einem weiteren Mandatsverlust zuvorzukommen. Laut Merz würde ein Verbleib im Bündnis bei den Wählern den Eindruck erwecken, dass die Liberalen weiterhin Teil dieser Koalition sein möchten, was aus seiner Sicht die Freien Demokraten zu vermeiden suchten.