24. Juni, 2024

Politik

CDU dominiert Europawahl in Rheinland-Pfalz – Grüne erleben Einbruch

CDU dominiert Europawahl in Rheinland-Pfalz – Grüne erleben Einbruch

Die CDU hat bei der Europawahl in Rheinland-Pfalz erneut die Spitzenposition behauptet, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene. Nachdem alle Stimmen ausgezählt wurden, erzielten die Christdemokraten 30,7 Prozent der Stimmen, was zwar einen Rückgang von 0,6 Prozentpunkten gegenüber 2019 bedeutet, aber dennoch zur stärksten Kraft auf Landesebene reicht. Die Wahl zum EU-Parlament wurde in Rheinland-Pfalz als politischer Stimmungstest betrachtet.

Die SPD sicherte sich mit 17,5 Prozent den zweiten Platz, musste jedoch einen Verlust von 3,8 Prozentpunkten hinnehmen. Die AfD konnte mit einem Zuwachs von 4,9 Punkten und insgesamt 14,7 Prozent der Stimmen den dritten Platz erringen.

Die Grünen erlebten einen deutlichen Rückgang und erreichten nur noch 9,3 Prozent, ein Verlust von 7,4 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Wahl. Die FDP erzielte 5,9 Prozent und verbesserte sich leicht um 0,1 Punkte. Die Freien Wähler erzielten 5,2 Prozent, was einen Zugewinn von 2,3 Punkten darstellt. Die neu gegründete Partei BSW von Sahra Wagenknecht erzielte beachtliche 4,7 Prozent der Stimmen aus dem Stand. Die Wahlbeteiligung stieg leicht auf 66,7 Prozent, verglichen mit 64,8 Prozent im Jahr 2019. Im Land regiert ein Ampel-Bündnis aus SPD, FDP und Grünen.

Neben der Europawahl fanden in Rheinland-Pfalz ebenfalls Wahlen für Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Ortsbeiräte statt. Aufgrund des komplexen Wahlsystems, bei dem die Wählerinnen und Wähler sowohl panaschieren als auch kumulieren können, werden aussagekräftige Ergebnisse für das Land frühestens am Montag erwartet. Diese Besonderheiten machen die Auszählung der Stimmen besonders zeitaufwendig, ermöglichen den Wählerinnen und Wählern jedoch eine ausgeprägte individuelle Einflussnahme auf die Kandidatenauswahl.