14. April, 2024

Politik

Cannabis-Legalisierung trifft auf Widerstand aus Niedersachsen

Cannabis-Legalisierung trifft auf Widerstand aus Niedersachsen

Inmitten der bundesweiten Diskussionen um die bevorstehende Cannabis-Legalisierung bezieht Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil klare Position. Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal 'Table Media' äußerte der SPD-Politiker im Rahmen eines Podcasts erhebliche Bedenken gegen das geplante Gesetz. 'Das Gesetz ist keine Krone der Gesetzgebung', konstatierte Weil kurz vor den wichtigen Beratungen des Bundesrates zu dieser Thematik. Seiner Meinung nach seien die weitreichenden Konsequenzen einer Legalisierung nicht ausreichend durchdacht, was auch durch die Besorgnis der Fachwelt unterstrichen werde.

Der politische Fahrplan sieht vor, dass der Bundesrat das vom Bundestag verabschiedete, aber dort nicht zustimmungspflichtige Legalisierungsgesetz möglicherweise verzögern könnte, indem er es zur erneuten Prüfung in den Vermittlungsausschuss überweist. Die ambitionierten Zeitpläne der Ampel-Koalition zielen darauf ab, ab dem 1. April den Besitz und den Anbau von Cannabis für den Eigenkonsum Erwachsener zu erlauben, während nichtgewerbliche Vereinigungen sich bereits zum 1. Juli zum gemeinschaftlichen Anbau zusammenschließen dürften.

Stephan Weil sprach auch über eine persönliche Anekdote: Der Ministerpräsident probierte in seiner Jugend einmal einen Joint aus, fand jedoch keine Gefallen daran – die Droge habe ihn lediglich müde gemacht, während er doch eigentlich den geselligen Teil einer Fete genießen wollte. Letzten Endes gab er dem Bier den Vorzug.