19. Mai, 2024

Politik

Bundeskanzler Scholz favorisiert Wettbewerb mit Merz

Bundeskanzler Scholz favorisiert Wettbewerb mit Merz

In der politischen Landschaft zeichnen sich bereits deutliche Konturen für die kommenden Wahlkämpfe ab. Im Fokus steht insbesondere die Position des Bundeskanzlers, wobei Olaf Scholz klarstellt, dass er selbst als Kanzlerkandidat der SPD in den Ring steigen wird. Trotz der momentan nicht optimalen Popularitätswerte hat Scholz eine überraschende Präferenz für seinen politischen Kontrahenten bekundet: Er sieht in Friedrich Merz, dem frisch im Amt bestätigten CDU-Vorsitzenden, seinen bevorzugten Gegner. Merz scheint in seinen Augen eine weniger einschüchternde Herausforderung als CSU-Chef Markus Söder oder der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Hendrik Wüst, zu sein.

Diese Einschätzung von Scholz markiert ein Abrücken von der bisher üblichen Zurückhaltung, die man im Hinblick auf das Kanzleramt gewohnt ist. Die CDU hingegen hält sich mit klaren Festlegungen noch zurück und möchte die Ergebnisse der Landtagswahlen im Herbst abwarten, bevor sie ihre Strategie festlegt. Obwohl Friedrich Merz momentan als Favorit gilt, muss man davon ausgehen, dass Markus Söder als fähiger politischer Taktiker im Hintergrund weiterhin seine Chancen wahrnimmt und sich bereithält, gegebenenfalls in den Wettbewerb um die Kanzlerschaft einzusteigen.