18. Juli, 2024

Märkte

Bundesanleihen erholen sich nach jüngsten Verlusten leicht

Bundesanleihen erholen sich nach jüngsten Verlusten leicht

Deutsche Bundesanleihen haben sich am Dienstag nach einer Phase der Verluste stabilisiert und verzeichneten leichte Zugewinne. Der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future konnte um 0,09 Prozent auf 130,55 Punkte zulegen, während die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen im Gegenzug leicht auf 2,59 Prozent sank.

Die Marktbewegungen stehen im Zusammenhang mit den Ergebnissen der ersten Runde der französischen Parlamentswahl, die zunächst für eine schwächere Nachfrage nach als sicher geltenden Staatspapieren gesorgt hatte. Der weniger deutliche Vorsprung des rechtsnationalen Rassemblement National hat zur Unsicherheit beigetragen. Dennoch bleibt die Lage angespannt, was sich in einem leicht gestiegenen Abstand zwischen der Rendite französischer und deutscher Staatsanleihen zeigte.

Im Fokus stehen am Vormittag die Inflationsdaten aus der Eurozone, die erste Zahlen für Juni liefern sollen. Es wird mit einem leichten Rückgang der Teuerung gerechnet. Trotz dessen liegt die Inflation noch über dem mittelfristigen Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Märkte haben für dieses Jahr etwa zwei weitere Zinssenkungen antizipiert, nachdem die Währungshüter Anfang Juni bereits eine erste Lockerung vorgenommen hatten.

Auch auf der jährlichen Notenbankkonferenz der EZB im portugiesischen Sintra dominiert das Thema Geldpolitik. EZB-Chefvolkswirt Philip Lane erklärte im Gespräch mit Bloomberg-TV, dass die Inflationszahlen für Juni nicht ausreichen, um die Entwicklung der wichtigen Dienstleistungspreise umfassend zu bewerten. Diese haben sich zuletzt auf hohem Niveau bewegt, und Volkswirte verweisen auf gestiegene Löhne, die Unternehmenspreiserhöhungen nach sich ziehen können.