25. Februar, 2024

Politik

Bulgarische Landwirte fordern Rücktritt des Agrarministers

Bulgarische Landwirte fordern Rücktritt des Agrarministers

In einer dramatischen Geste des Unmuts haben bulgarische Bauern die Hauptstadt Sofia zum Schauplatz ihres Protestes erkoren. Mit brennendem Stroh und symbolisch ausgeschütteter Milch vor dem Tore des Agrarministeriums, bringen sie ihren Ärger über die unzureichende Vertretung ihrer Interessen durch den derzeitigen Agrarminister Kiril Watew zum Ausdruck. Angefacht wurde die landwirtschaftliche Frustration durch die Flut ukrainischer Agrarprodukte auf dem heimischen Markt, die nach Angaben der Protestierenden von der politischen Führung ignoriert wird. Dies äußerte Wenzislaw Warbanow, der einst selbst das Agrarressort leitete und nun die Geschicke des Verbands der Agrarerzeuger in Bulgarien lenkt. Neben der lautstarken Demonstration vor dem Ministerium, die medienwirksam auch die Blockierung einer zentralen Verkehrsader der Stadt nach sich zog, wird der Konflikt durch die Abwesenheit der Demonstranten bei einem Treffen mit Ministerpräsident Nikolaj Denkow, welches mit anderen Bauernverbänden stattfand, weiter zugespitzt. Die bei den Gesprächen anwesenden Organisationen halten sich bedeckt und wollen nach Auswertung einer Mitgliederumfrage entscheiden, ob sie auf das Angebot der Regierung zu Teilkompensationen eingehen oder den von ihnen angedrohten landesweiten Protesttag tatsächlich in die Tat umsetzen werden.