19. Mai, 2024

Wirtschaft

BT verkündet Kosteneinsparungen von weiteren 3 Milliarden Pfund und Dividendensteigerung

BT verkündet Kosteneinsparungen von weiteren 3 Milliarden Pfund und Dividendensteigerung

In einer Zeit des Wandels und der strategischen Neuausrichtung kündigte die britische Telekommunikationsgruppe BT an, weitere 3 Milliarden Pfund an Kosten einzusparen. Die ambitionierte Maßnahme wurde von der neuen Vorstandsvorsitzenden Allison Kirkby im Rahmen ihrer Pläne zur Neuausrichtung des Unternehmens präsentiert.

Mit Nachdruck erklärte Kirkby am Donnerstag, dass BT das ursprüngliche Ziel, brutto jährlich 3 Milliarden Pfund zu sparen, bereits ein Jahr früher als geplant erreicht habe. Außerdem gab sie bekannt, dass ein gleichgroßes neues Ziel bis zum Ende des Geschäftsjahres 2029 verwirklicht sein soll. Trotz eines operativen Kostenberichts von 18,6 Milliarden Pfund im Jahr bis zum 31. März blieben Detailangaben zu den geplanten Einsparungen jedoch aus.

Die erfreuliche Ankündigung wirkte sich sogleich positiv auf den Aktienkurs von BT aus, welcher im frühen Handel um 8 Prozent auf 122 Pence anstieg.

Die Vorstandsvorsitzende unterstrich, BT habe einen Wendepunkt in seiner Langzeitstrategie erreicht und plane, das Unternehmen zu vereinfachen. Dabei erwähnte sie auch, dass man Alternativen für das weltweite Geschäft prüfe, um es zu optimieren.

Diese Äußerungen erfolgten zeitgleich mit der Präsentation der Jahresergebnisse bis März. BT gab eine Abschlussdividende von 5,69 Pence pro Aktie bekannt, was die Gesamtjahresdividende auf 8 Pence erhöht und somit eine Steigerung gegenüber den 7,7 Pence des Vorjahres darstellt.

Nach ihrem Amtsantritt im Februar äußerte Kirkby, dass die Telekommunikationsgruppe den Höhepunkt ihrer Investitionsausgaben für den landesweiten Glasfaserausbau überschritten habe. Diese Entwicklung sowie gesteigerte Effizienz seien die Grundlage für die neu gewonnene Zuversicht, kurzfristig wesentlich erhöhte Cashflow-Prognosen zu stellen und einen Weg aufzuzeigen, wie der normalisierte freie Cashflow innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr als verdoppelt werden könnte.

Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet BT einen normalisierten freien Cashflow von rund 1,5 Milliarden Pfund, eine Steigerung von 1,3 Milliarden Pfund im gerade beendeten Jahr, und circa 3 Milliarden Pfund bis zum Ende des Jahrzehnts. Zudem prognostiziert das Unternehmen ein bereinigtes Umsatzwachstum zwischen null und einem Prozent im laufenden Jahr sowie ein Ebitda von 8,2 Milliarden Pfund, gegenüber 8,1 Milliarden Pfund im vergangenen Jahr.

Das Unternehmen wies jedoch darauf hin, dass es weiterhin Marktanteile im Bereich Breitband an Wettbewerber verlieren könnte, nachdem für das Jahr 2024 ein Rückgang von 491.000 Anschlüssen verzeichnet wurde, falls der Markt schwach bleibt.

Die Geschäftssparte von BT, die aus einer Fusion der globalen und unternehmensinternen Einheiten im Jahre 2022 entstand, musste einen Rückgang des jährlichen bereinigten Umsatzes und des Ebitda hinnehmen. Aufgrund von Rentabilitätseinbußen in den letzten Jahren buchte das Unternehmen eine Goodwill-Abschreibung von 488 Millionen Pfund auf diesen Geschäftszweig.