28. Februar, 2024

Wirtschaft

Britischer Tabakkonzern British American Tobacco mit Milliardenverlust trotz positiver Marktreaktion

Britischer Tabakkonzern British American Tobacco mit Milliardenverlust trotz positiver Marktreaktion

British American Tobacco (BAT), einer der größten Tabakhersteller weltweit, musste für das Jahr 2023 erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen. Verluste in Milliardenhöhe sind auf Abschreibungen von US-Zigarettenmarken zurückzuführen. Diese Entwicklung überraschte nicht, nachdem das Unternehmen bereits Ende letzten Jahres darauf hingewiesen hatte. Trotz dieses finanziellen Rückschlages, zeigte sich der Aktienmarkt erstaunlich resilient: Der Aktienkurs von BAT erhöhte sich sogar, ein Zeichen dafür, dass Investoren das Management und dessen Strategien weiterhin positiv bewerten. Unter Beweis gestellt wurde dies durch die Pläne des Unternehmens, Teile seiner Beteiligung am indischen Mischkonzern ITC zu liquidieren, um das Kapital anderweitig zu verwenden und die Verschuldung zu reduzieren.

Analysten wie James Edwardes Jones von der RBC werten den geplanten Verkauf des Anteils am ITC-Konzern als zentrales Thema für Aktionäre. Der Schritt könnte dazu beitragen, die Schuldenlast des Unternehmens zu verringern und den Weg für Aktienrückkäufe ebnen. Die finanziellen Ergebnisse für das Jahr 2023 entsprechen weitestgehend den Prognosen und die Jahresziele waren bereits im Vorfeld kommuniziert worden.

Trotz des Verlusts von 14,4 Milliarden britischen Pfund im Jahr 2023, welche im deutlichen Gegensatz zum Vorjahresüberschuss stehen, kann BAT an anderer Front Punkten. Die Firma musste eine Sonderabschreibung vornehmen, die hauptsächlich US-Zigaretten-Marken des Konzerns betraf, und somit auf die abnehmende Nachfrage in diesem Segment reagieren. Dem gegenüber steht allerdings ein Umsatzwachstum im Geschäftsbereich der tabakfreien Alternativen, welches einen Zuwachs von beachtlichen 20 Prozent erfuhr.

Für das laufende Jahr hält BAT an seiner eher konservativen Wachstumsprognose fest und kündigt an, die Dividende um zwei Prozent auf nahezu 236 Pence je Aktie zu erhöhen. In Anbetracht der Marktentwicklung konnte die Aktie bis zum Donnerstagnachmittag erhebliche Gewinne verbuchen und stieg im Stoxx Europe 50 Index um sechs Prozent. Dies stellt eine bemerkenswerte Erholung gegenüber dem starken Rückgang im Vorjahr dar, der sich auf mehr als ein Viertel belief.