24. Juni, 2024

Märkte

Brent und WTI: Ölpreise auf Talfahrt vor entscheidender OPEC+-Sitzung

Brent und WTI: Ölpreise auf Talfahrt vor entscheidender OPEC+-Sitzung

Die Rohölpreise zeigten sich zum Wochenausklang schwächer, wobei der Trend niedrigerer Kursnotierungen fortgesetzt wurde. Ein Barrel der Qualität Brent kostete zur mittäglichen Handelszeit 80,71 US-Dollar, was einen Rückgang um 65 Cent im Vergleich zum vorherigen Handelsschluss markiert. Auch die amerikanische Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) notierte tiefer und verlor 64 Cent auf 76,23 Dollar pro Fass. Über die gesamte Woche verzeichneten beide Sorten einen spürbaren Rückgang von rund drei Dollar pro Barrel.

Marktteilnehmer richten ihr Augenmerk nun auf die bevorstehende Zusammenkunft der OPEC+ Länder, welche in der kommenden Woche anberaumt ist. Einschätzungen zufolge, wie sie unter anderem von Carsten Fritsch, einem Analysten der Commerzbank, vertreten werden, sind bis zu diesem Zusammentreffen keine größeren Preisbewegungen zu erwarten. Vielmehr sind die aktuellen Produktionskürzungen wahrscheinlich Gegenstand einer Verlängerung.

Ein weiterer Faktor, der das Angebot beeinflussen könnte, ist die Ankündigung des Irak, ab Mai die Förderung noch stärker zu reduzieren. Dieser Schritt soll die im ersten Quartal erfolgte Überproduktion ausgleichen und somit tendenziell eine stützende Wirkung auf die Ölpreise haben.

Nach der OPEC+-Sitzung dürften laut Fritsch insbesondere Nachfragefaktoren in den Fokus der Investoren rücken. Ein saisonaler Nachfrageanstieg ist in den USA durch die beginnende Sommerfahrsaison zu erwarten. In diesem Zusammenhang ist bereits eine Belebung der Benzinnachfrage zu beobachten, die sich positiv auf die Ölpreise auswirken könnte.