21. Juni, 2024

Wirtschaft

Borussia Dortmund plant Transfer-Offensive – Anpassung der Investitionsstrategie

Borussia Dortmund plant Transfer-Offensive – Anpassung der Investitionsstrategie

Borussia Dortmund hat eine bevorstehende Transfer-Offensive angekündigt, die eine ungewöhnliche Investitionsstrategie beinhaltet. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat klargestellt, dass der Verein in der kommenden Wechselperiode deutlich mehr in Neuzugänge investieren wird, als durch Spielerverkäufe eingenommen werden soll. „Wir können keine 100 Millionen Euro netto investieren, aber wir werden deutlich mehr in Transfers investieren, als wir durch Transfers einnehmen werden. Und das ist neu für Borussia Dortmund“, erklärte Watzke in einem Interview der "Bild"-Zeitung.

Watzke, der im kommenden Jahr aus seinem Amt scheiden wird, betonte zugleich, dass der Verein nicht bereit sei, Summen in der Größenordnung von 100 Millionen Euro für einen einzelnen Spieler zu investieren, wie es der FC Bayern München kürzlich für Englands Top-Stürmer Harry Kane getan habe. „Völlig ausgeschlossen“, kommentierte Watzke. Eine solche Summe erfordere Einnahmen von etwa 750 bis 800 Millionen Euro, die Borussia Dortmund im aktuellen Geschäftsjahr nicht generieren werde. Genauere Umsatzprognosen für das laufende Geschäftsjahr wollte Watzke jedoch nicht preisgeben, da der Verein börsennotiert ist.

Durch seine Erfolge in der laufenden Champions League wird Borussia Dortmund voraussichtlich einen dreistelligen Millionenbetrag generieren. Wenn man zukünftige Einnahmen aus der neuen Club-WM in den USA hinzurechnet, könnten die gesamten Erträge sogar bis zu 200 Millionen Euro betragen. Trotz dieser immensen Einnahmen stellte Watzke klar, dass die finanzielle Lage des Vereins bedacht bleibt und keine übertriebenen Investitionen geplant sind.

Für die aktuelle Saison hat der einzige börsennotierte deutsche Fußballclub bereits zweimal seine Ergebnisprognose erhöht. Nach dem Erreichen des Halbfinales und des bevorstehenden Endspiels gegen Real Madrid am Samstag, erwartet der Verein jetzt einen Jahresüberschuss von 40 bis 50 Millionen Euro. Ursprünglich war ein Gewinnziel von 15 bis 25 Millionen Euro angestrebt worden.