14. Juli, 2024

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Börsenwoche endet moderat: DAX weiterhin stabil über 18.000 Punkten

Börsenwoche endet moderat: DAX weiterhin stabil über 18.000 Punkten

Der deutsche Leitindex DAX musste nach einem starken Vortag am Freitag erneut Federn lassen und schloss mit einem Rückgang von 0,50 Prozent bei 18.163,52 Punkten. Trotz des Minus behauptete sich der DAX weiterhin stabil über der psychologisch wichtigen Marke von 18.000 Zählern. Im Wochenverlauf konnte der Index insgesamt ein Plus von 0,9 Prozent verbuchen.

Auch am MDAX und SDAX zeigten sich Verluste: Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen fiel um 1,63 Prozent auf 25.296,18 Punkte, während der SDAX, der an diesem Freitag sein 25-jähriges Bestehen feierte, um 0,86 Prozent auf 14.473,71 Punkte nachgab. Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades machte technische Faktoren für die jüngste Risikobereitschaft verantwortlich und warnte vor weiterhin hoher Volatilität, solange keine Klarheit über die politische Lage in Frankreich herrsche.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verzeichnete ebenfalls ein Minus von 0,82 Prozent und schloss bei 4.907,30 Punkten. An den Leitbörsen in Paris und London sowie den US-amerikanischen Börsen verschlechterte sich die Stimmung ebenfalls, was insbesondere auf Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten zurückzuführen war. Der Dow Jones Industrial und der Nasdaq 100 pendelten bei europäischen Börsenschluss um ihre Vortagesschlussstände.

Die Kursrückgänge bei Technologiewerten in den USA hinterließen auch in Deutschland Spuren: Die Aktien von Infineon fielen um drei Prozent und die des Ausrüsters Aixtron um 2,7 Prozent. Händler verwiesen hier zusätzlich auf Verzögerungen beim Bau eines deutschen Werkes durch den US-Konzern Wolfspeed als belastenden Faktor.

Im Stahlsektor war die Stimmung ebenfalls düster: Thyssenkrupp und Salzgitter verloren jeweils mehr als fünf Prozent, nachdem Analysten von Morgan Stanley ihre Kursziele senkten. Obwohl die Stahlpreise in Europa einen Boden gefunden zu haben scheinen, fehlt es den Kunden am Willen, ihre Lagerbestände aufzufüllen.

Im MDAX standen die Kion-Aktien besonders unter Druck und verloren 7,6 Prozent. Grund hierfür war eine pessimistische Einschätzung der Schweizer Großbank UBS zur Auftragserholung. Auch der Lagertechnik-Konkurrent Jungheinrich wurde in den Sog mitgerissen und verzeichnete ein Minus von drei Prozent.

Der Euro rutschte aufgrund einer Verschlechterung der Unternehmensstimmung im Euroraum unter 1,07 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung wurde nach Börsenschluss mit 1,0687 US-Dollar gehandelt, während die Europäische Zentralbank den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,0688 US-Dollar festgesetzt hatte. Die Umlaufrendite am Rentenmarkt fiel von 2,48 auf 2,42 Prozent, während der Rentenindex Rex um 0,27 Prozent auf 125,21 Punkte stieg. Der Bund-Future legte um 0,10 Prozent auf 132,53 Punkte zu.