17. Juli, 2024

Märkte

Börsen in den USA: Frischer Rückenwind nach Feiertagspause

Börsen in den USA: Frischer Rückenwind nach Feiertagspause

Die US-Börsen haben sich nach der Feiertagspause auf neue Höchstmarken geschwungen. Am Freitag beflügelte der Juni-Arbeitsmarktbericht der US-Regierung die Märkte und lieferte der US-Notenbank Fed Argumente für potenzielle Zinssenkungen. Infolgedessen erreichten sowohl der marktbreite S&P 500 als auch der technologielastige Nasdaq 100 Rekordhochs. Allerdings blieb die Aufwärtsbewegung insgesamt begrenzt.

Der Nasdaq 100 verzeichnete einen Anstieg um 0,6 Prozent auf 20.302 Punkte und setzte sich damit weiter von der 20.000er Marke ab. Der S&P 500 legte um 0,2 Prozent auf 5.548 Punkte zu. Der Leitindex Dow Jones Industrial hingegen lag mit 0,1 Prozent im Minus bei 39.285 Punkten. Auf Wochensicht konnte der Dow dennoch ein Plus von knapp einem halben Prozent verzeichnen.

Im Juni wurden in den USA mehr Stellen geschaffen als von Volkswirten erwartet, jedoch wurden die Zahlen der beiden Vormonate nach unten korrigiert. Zudem fiel die Arbeitslosenquote höher aus als prognostiziert. Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners kommentierte, dass der Bericht den Weg für die erste Zinssenkung weiter geebnet habe. Sollte sich dieser Trend in den nächsten Berichten fortsetzen, sei eine Zinssenkung vor der Präsidentschaftswahl nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich.

Bei Tesla beruhigte sich die kürzlich begonnene Kursrally leicht, die Aktien legten um 1 Prozent zu. Damit hat der Elektroautohersteller die bis April erlittenen hohen Verluste wieder aufgeholt. Der Börsenwert des Unternehmens stieg auf knapp 786 Milliarden Dollar.

Die Aktien von Macys stiegen um beeindruckende 10 Prozent, nachdem das "Wall Street Journal" berichtete, dass die Finanzinvestoren Arkhouse Management und Brigade Capital Management ihre gemeinsame Kaufofferte für den Warenhausbetreiber auf rund 6,9 Milliarden Dollar erhöht haben.

Im Gegensatz dazu mussten die Aktionäre von Coinbase einen Kursrückgang von 5 Prozent hinnehmen. Die Handelsplattform für Kryptowährungen litt unter der anhaltenden Talfahrt des Bitcoin, der den tiefsten Stand seit Ende Februar erreichte. Experten führten die Verluste auch auf eine Mitteilung des Insolvenzverwalters der gescheiterten Kryptobörse Mt.Gox zurück, der angekündigt hatte, eine große Anzahl von Bitcoin-Token an geschädigte Gläubiger zu übergeben. Dies könnte zu einer Angebotsschwemme führen.