29. Februar, 2024

Wirtschaft

Bodenpersonal im Ausstand – Lufthansa-Flugbetrieb in München unter Warnstreikdruck

Bodenpersonal im Ausstand – Lufthansa-Flugbetrieb in München unter Warnstreikdruck

Vor dem Hintergrund anhaltender Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und Lufthansa spitzt sich die Lage am Himmel über München zu: Die Arbeitnehmervertreter haben für den bevorstehenden Mittwoch zu einem Warnstreik aufgerufen, der rund 400 geplante Flüge der Airline am Münchener Flughafen betrifft. Sowohl bei den estattgeplanten 200 Abflügen als auch bei den ebenso vielen ankommenden Flügen ist es bislang ungewiss, inwieweit der Flugbetrieb aufrechterhalten werden kann.

Der Einsatz soll nicht nur München treffen, sondern auch weiterführende Effekte an den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin und Düsseldorf nach sich ziehen. Die Ankündigung eines umfassenden Streiks, der Mitarbeiter aus allen Bodenbereichen einschließt, lässt auf weitreichende Flugausfälle und zeitliche Verzögerungen schließen. Die Gewerkschaft hat damit auf das als unzureichend empfundene Entgegenkommen der Arbeitgeber in der zweiten Runde der Tarifauseinandersetzungen reagiert.

Die Auseinandersetzung hat ihre Wurzeln in den fortlaufenden Gesprächen über die Arbeitskonditionen für etwa 25.000 Bodenmitarbeiter bei Unternehmen der Lufthansa-Gruppe, zu der neben der namensgebenden Airline auch die Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo zählen. Verdi zielt darauf ab, die Zugeständnisse der Arbeitgeberseite voranzutreiben, nachdem das Angebot aus jüngster Zeit, das unter anderem die Höhe der Lohnsteigerungen und die Dauer der Vertragslaufzeit betrifft, als inakzeptabel abgewiesen wurde. Besonders in München dürfte der Arbeitskampf spürbare Auswirkungen zeigen, wo schätzungsweise 2.500 Personen im Bodenpersonal tätig sind und ein Großteil der Flüge voraussichtlich ausfallen wird.