18. Juli, 2024

Wirtschaft

BMW meldet stagnierenden Absatz – Elektroautos als Lichtblick

BMW meldet stagnierenden Absatz – Elektroautos als Lichtblick

Der Münchner Automobilkonzern BMW verzeichnet im ersten Halbjahr eine nahezu konstante Verkaufsentwicklung und setzte insgesamt 1,2 Millionen Fahrzeuge ab. Das entspricht einem minimalen Rückgang von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kernmarke BMW zeigte sich dabei etwas widerstandsfähiger mit einem Zuwachs von 2,3 Prozent auf 1,1 Millionen verkaufte Autos. Im Gegensatz dazu mussten die Modelle von Mini und Rolls-Royce deutliche Einbußen hinnehmen: Mini verzeichnete einen Absatzrückgang von 18,7 Prozent auf 114.000 Fahrzeuge, was auf laufende Modellwechsel zurückzuführen ist, während Rolls-Royce um 11,4 Prozent auf 2.819 Verkäufe sank.

Ein leuchtender Punkt in der Bilanz des Konzerns sind die reinen Elektrofahrzeuge. Hier stieg der Absatz konzernweit um knapp ein Viertel auf über 190.000 Einheiten, bei der Kernmarke BMW sogar um ein gutes Drittel. Allerdings bleibt dieses Wachstum hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück: Im vergangenen Gesamtjahr konnte der Konzern bei den Stromern ein Wachstum von fast drei Vierteln verzeichnen.

Weltweit betrachtet, ergaben sich keine signifikanten regionalen Unterschiede. In Deutschland und Asien, einschließlich China, gingen die Verkaufszahlen leicht zurück, während in Europa und den USA ein leichter Anstieg zu verzeichnen war.

Trotz eines "herausfordernden Marktumfelds" bewertet Vertriebsvorstand Jochen Goller die Gesamtentwicklung dennoch positiv. Er betonte, dass BMW in den ersten sechs Monaten des Jahres zweistellige Wachstumsraten sowohl bei vollelektrischen Fahrzeugen als auch in den oberen Premiumsegmenten erzielen konnte.