21. Juni, 2024

Wirtschaft

Birkenstock erwartet glänzende Jahresbilanz

Birkenstock erwartet glänzende Jahresbilanz

Der renommierte Sandalen-Hersteller Birkenstock prognostiziert nach einem starken Quartal optimistische Zahlen für das gesamte Jahr. Das Unternehmen revidiert seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2023/24 (Ende Oktober) nach oben und erwartet nun einen währungsbereinigten Anstieg um 20 Prozent. Bislang war ein Wachstum von 17 bis 18 Prozent anvisiert. Der Vorstandsvorsitzende Oliver Reichert zeigt sich zuversichtlich und sieht weiterhin großes Potenzial in den bestehenden Produkten, die nur marginal von Modetrends beeinflusst werden. Die Aktie des Unternehmens verzeichnete im vorbörslichen US-Handel ein Plus von neun Prozent.

Im zweiten Geschäftsquartal (Ende März) konnte Birkenstock den Umsatz um beeindruckende 22 Prozent auf rund 481 Millionen Euro steigern, wobei vor allem das starke Wachstum in Asien hervorstach. Allerdings ging die Bruttomarge zurück, was auf die Ausweitung der Produktion zurückzuführen ist, die vorübergehend belastete. Zudem sorgten gestiegene Personalkosten für zusätzliche Belastungen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs daher nur um sieben Prozent auf 162 Millionen Euro, mit einer Marge von 33,7 Prozent. Für das gesamte Jahr wird diese Marge zwischen 30 und 30,5 Prozent erwartet.

Unter dem Strich konnte der Gewinn um satte 45 Prozent auf 72 Millionen Euro gesteigert werden, nachdem im Vorjahreszeitraum höhere Fremdwährungsverluste, aktienbasierte Vergütungen und Umbaukosten noch negativ zu Buche schlugen.

Der Hauptsitz von Birkenstock befindet sich in Linz am Rhein, Rheinland-Pfalz, und das Unternehmen ging im Oktober an die Börse in New York. Nach anfänglichen Schwierigkeiten notiert der Kurs nun über dem Ausgabepreis von 46 US-Dollar und erreichte im vorbörslichen Handel am Donnerstag über 54 Dollar.

Die Birkenstock-Holding ist in London ansässig und wird von der Beteiligungsgesellschaft L Catterton beherrscht, die rund 81 Prozent der Anteile hält. L Catterton ist eng mit dem Luxusgüterkonzern LVMH und dessen milliardenschwerem CEO Bernard Arnault verbunden.