22. Februar, 2024

Wirtschaft

Bio-Handel trotzt Inflationssorgen mit Umsatzplus

Bio-Handel trotzt Inflationssorgen mit Umsatzplus

Der Bio-Fachhandel hat sich 2023 als widerstandsfähiger Sektor in Zeiten sinkender Inflationsraten erwiesen. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) teilte jüngst mit, dass die Bio-Läden und Supermärkte mit rein biologischem Sortiment nach einem initialen Dämpfer ihre Umsätze im Laufe des Jahres erheblich verbessern konnten. Diese Entwicklung spiegelt eine zunehmende Preissensibilität wider, die seit dem Preisanstieg nach dem russischen Angriff auf die Ukraine in verschiedenen Branchen beobachtet wird – ein Trend, der bereits vom Deutschen Fruchthandelsverband hinsichtlich der Verbrauchsgewohnheiten bei Obst und Gemüse bestätigt wurde.

Die Anfangsmonate des Jahres waren für den Bio-Sektor herausfordernd: Bei einer Inflationsrate von über acht Prozent verzeichneten die Bio-Märkte zunächst einen Umsatzrückgang von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem Rückgang der Inflation waren jedoch bald positive Effekte auf die Umsätze im Bio-Fachhandel zu verzeichnen, die sich von Quartal zu Quartal steigerten. Zum Jahresende erreichte der Umsatz ein Volumen von 3,83 Milliarden Euro, womit sogar ein leichtes Wachstum von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt wurde.

Die veröffentlichten Umsatzzahlen durch den BNN repräsentieren die gesamten Verkäufe sowohl der spezialisierten Bio-Märkte als auch der Supermärkte, die ausschließlich Bio-Produkte führen. Mit einem Anteil von etwa 20 Prozent am Gesamtvolumen des Bio-Lebensmittelumsatzes in Deutschland bildet der Bio-Fachhandel eine wesentliche Säule in der Branche. Deutschlandweit zählen circa 34.000 Lebensmittelverkaufsstellen, von denen rund 2200 als reine Bio-Märkte klassifiziert sind.