18. Juli, 2024

Politik

Bidens Familie trotz Kritik an dessen Beratern: „Kämpfen Sie weiter!“

Bidens Familie trotz Kritik an dessen Beratern: „Kämpfen Sie weiter!“

Joe Biden, der 81-jährige US-Präsident, erhält für seinen Verbleib im Präsidentschaftsrennen trotz eines enttäuschenden TV-Duells gegen seinen Herausforderer Donald Trump Rückendeckung von seiner Familie. Die Unterstützung wurde dem Demokraten bei einem Familientreffen auf dem landschaftlich reizvollen Landsitz Camp David nahe Washington zugesichert, wie von CNN unter Berufung auf zwei anonyme Berater des Präsidenten berichtet wurde. Auch die renommierte New York Times bekräftigte, dass Bidens Familie ihn auffordere, im Rennen um das Weiße Haus zu verharren, ungeachtet der weit verbreiteten Kritik an seinem Auftritt.

Das Treffen in Camp David, das bereits im Voraus geplant war, fand nach einer Reihe von Wahlkampfveranstaltungen am Wochenende statt. Um den Eindruck eines Krisentreffens zu vermeiden, betonte das Weiße Haus, dass ein Fotoshooting mit der berühmten Fotografin Annie Leibovitz auf dem Programm stand, zu dem Bidens Kinder und Enkel eigens anreisten.

Biden selbst hofft, ebenso wie sein Amtsvorgänger Trump, auf einen Sieg in den Präsidentschaftswahlen im November. Trotz der zusehends lauter werdenden Zweifel an seiner Eignung für eine zweite Amtszeit aufgrund seines hohen Alters und der suboptimalen Performance im TV-Duell, hält er bisher stand und versucht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Auch seine Ehefrau Jill Biden betonte demonstrativ ihre Unterstützung für ihn.

In einem Bericht des Portals „Politico“ wurde enthüllt, dass Bidens Familie sich insbesondere über die engsten Berater des Präsidenten erbost zeigte und ihnen die Schuld für seinen schlechten Debattenauftritt gab. Diese hätten ihn nicht ausreichend auf einen energischen Angriff gegen Trump vorbereitet, sondern vielmehr auf die Verteidigung seiner bisherigen Bilanz fokussiert. Die Familie äußerte zudem Bedenken bezüglich Bidens Überarbeitung. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Präsidenten bestritt jedoch gegenüber 'Politico', dass sich die Kritik gezielt gegen bestimmte Berater richtete.

Bereits seit längerem bestehen Bedenken hinsichtlich Bidens Eignung für eine weitere Amtszeit aufgrund seines Alters. Sollte er die Wahl im November gewinnen, wäre er bei seiner Vereidigung im kommenden Jahr 82 Jahre alt. Die Demokratische Partei hält aktuell weiterhin öffentlich zu ihm, doch bei weiterem Absinken seiner Umfragewerte könnte sich diese Unterstützung rasch ändern.