17. Juli, 2024

Politik

Biden vs. Trump: Scharfe Worte im TV-Duell – Ein Rückblick auf turbulente Zeiten

Biden vs. Trump: Scharfe Worte im TV-Duell – Ein Rückblick auf turbulente Zeiten

US-Präsident Joe Biden nahm erneut scharfes rhetorisches Ziel auf seinen Amtsvorgänger Donald Trump, indem er dessen Verhalten während des Angriffs auf das US-Kapitol scharf kritisierte. Beim jüngsten TV-Duell in Atlanta warf Biden Trump vor, seine Anhänger zur Attacke auf den Kongress am 6. Januar 2021 ermutigt zu haben. Während der Ausschreitungen habe Trump tatenlos im Weißen Haus verharrt und die Angreifer gar als "Patrioten" bezeichnet, so Biden.

Biden erinnerte daran, dass Trump trotz der Gewalt und der Sachbeschädigung durch seine Anhänger keinerlei Maßnahmen ergriffen habe, um das Geschehen zu stoppen. Stattdessen habe er ihnen Unterstützung zugesagt und eine mögliche Begnadigung in Aussicht gestellt. Trump selbst wies die Vorwürfe erneut energisch zurück und betonte, er habe stets nur zum friedlichen Protest aufgerufen.

An besagtem Tag im Januar 2021 versammelte sich der US-Kongress im Kapitol, um Bidens Wahlsieg formell zu bestätigen. Doch durch Trumps unbelegte Betrugsvorwürfe angestachelt, stürmten seine Anhänger gewaltsam das Gebäude – eine Eskalation, bei der fünf Menschen ihr Leben verloren.

Trump hält bis heute an der Behauptung fest, die Wahl sei ihm durch massiven Betrug gestohlen worden. Biden hingegen warnt immer wieder vor den Gefahren, die er in Trumps Verhalten für die Demokratie sieht.

Im aktuellen Wahlkampf sorgte Trump erneut für Aufsehen mit radikaler Rhetorik. Mitte März thematisierte er etwa die Erschwerung des Verkaufs chinesischer Autos auf dem US-Markt und prophezeite düstere Konsequenzen, sollte er nicht wiedergewählt werden. Sein Team spielte die Äußerungen herunter und argumentierte, das "Blutbad"-Zitat sei aus dem Kontext gerissen worden.