18. Februar, 2026

Pharma

BfR weist auf gesundheitliche Risiken von Mandeldrinks für Kinder hin

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat im Zuge einer umfassenden Untersuchung von pflanzlichen Drinks eine alarmierende Entdeckung gemacht. Bei der Analyse von 162 verschiedenen Pflanzendrinks, darunter Produkte auf Basis von Hafer, Mandeln und Soja, wurde festgestellt, dass insbesondere Mandeldrinks ein erhebliches Gesundheitsrisiko für kleine Kinder darstellen können. In 31 von 39 untersuchten Mandeldrinks wurde das Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 nachgewiesen. Dieses Gift ist dafür bekannt, eine potenziell krebserregende Wirkung zu haben. Eine sichere untere Wirkschwelle konnte im Rahmen der Untersuchung nicht ermittelt werden, was den Verzehr dieser Drinks durch Kinder als besonders kritisch erscheinen lässt.

Während bei Mandeldrinks erhöht Vorsicht geboten ist, zeigt die Studie, dass andere Pflanzendrinks wie Soja- und Haferdrinks ein deutlich geringeres Risiko aufweisen. Bei Letzteren wurden, obwohl das Schimmelpilzgift Ochratoxin A in vielen Mandeldrinks und Sojadrinks gefunden wurde, diese in so geringen Mengen entdeckt, dass sie als ‘wenig bedenklich’ für den Kinderkonsum eingestuft werden konnten. Wichtig ist, dass bei Haferdrinks die entwickelten Deoxynivalenol, T-2- und HT-2-Toxine als unwesentliches Risiko betrachtet werden, da keine signifikanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen vermutet werden.

Neben den Schimmelpilzgiften wurden auch Pflanzentoxine gründlich untersucht. Dabei fiel auf, dass ein Sojadrink Atropin und Scopolamin in den Konzentrationen enthielt, die als besorgniserregend eingestuft wurden. Diese Entdeckung unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Untersuchungen und die Forderung des Instituts nach umfassenderen Studien, speziell zur Verzehrmenge von Pflanzendrinks bei Kindern. Aufgrund fehlender spezifischer Daten zu diesem Konsumverhalten wurde auf Vergleichsdaten zum Kuhmilchverzehr zurückgegriffen.

Die Experten des BfR weisen zudem darauf hin, dass Schimmelpilzgifte nicht ausschließlich in Pflanzendrinks, sondern auch in anderen Lebensmitteln vorkommen können. Um das potenzielle Gesundheitsrisiko zu minimieren und eine ausgewogene Nährstoffaufnahme sicherzustellen, empfehlen sie eine abwechslungsreiche Ernährung. Durch eine breitere Auswahl an Lebensmitteln können die negativen Auswirkungen möglicherweise enthaltener Toxine verringert werden.