24. Mai, 2024

Wirtschaft

Bestellflut ebbt ab: Deutsche Elektronik- und Digitalindustrie verzeichnet Auftragsrückgänge

Bestellflut ebbt ab: Deutsche Elektronik- und Digitalindustrie verzeichnet Auftragsrückgänge

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie steht vor Herausforderungen, denn die aktuelle Auftragssituation trübt den Blick auf die kommenden Quartale. Ein signifikanter Rückgang der Auftragseingänge um 17,8 Prozent im März markiert den deutlichsten Einbruch der Branche seit nahezu vier Jahren. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) macht dies angesichts frischer Zahlen aus Frankfurt deutlich.

Bereits im ersten Quartal dieses Jahres verzeichnete die Elektronik- und Digitalindustrie eine um 13,5 Prozent geringere Auftragslage im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Eine Bilanz, die Einblicke in schwindende Umsatzzahlen gewährt: Der Branchenumsatz lag von Januar bis Ende März bei 55,3 Milliarden Euro und damit um 8,9 Prozent niedriger als im ersten Quartal des Vorjahres.

Der Inlandsmarkt zeigt sich als deutlich abgeschwächter Motor der Industrie. Mit einem Rückgang der Inlandsbestellungen um 25,7 Prozent im März und einem Minus von 15,2 Prozent im gesamten ersten Quartal drückt sich die Zurückhaltung der heimischen Kunden aus. Gleichzeitig fiel die Nachfrage internationaler Partner im März um 11,1 Prozent und über die ersten drei Monate hinweg um 12,1 Prozent.

Die Stimmung in der Branche weist nach einer Serie von vier Anstiegen nun eine Trendwende auf. ZVEI-Chefökonom Andreas Gontermann kommentiert die beobachtete Klimaverschlechterung und verweist dabei auf nachlassende Lagebewertungen sowie getrübte Geschäftserwartungen. Positiv hervorzuheben ist jedoch ein leicht gestiegener Optimismus bezüglich der Exportmöglichkeiten – ein Silberstreif am wirtschaftlichen Horizont.

Anleger und Branchenbeobachter behalten die Entwicklungen kritisch im Blick, denn die elektronische Zukunft Deutschlands hängt von resilienzfähigen Unternehmen ab. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Eindämmung der Auftragsflaute gelingt.