13. April, 2024

Wirtschaft

Beschleunigte Sanierung: Galeria strebt schnellen Insolvenzplan an

Beschleunigte Sanierung: Galeria strebt schnellen Insolvenzplan an

In einem energischen Schritt zur Rettung des Traditionshauses Galeria Karstadt Kaufhof treibt Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus den Sanierungsprozess mit Nachdruck voran. Ziel ist es, die Weichen für eine Zukunft des Unternehmens bis Ende April durch die Vorlage eines Insolvenzplans zu stellen. Dieser ambitionierte Zeitplan beinhaltet eine rasche Gläubigerversammlung, welche für den 28. Mai anvisiert ist und über den Fortgang entscheiden soll.

Ein Dreh- und Angelpunkt des Sanierungsplans besteht in der Übernahme des Unternehmens durch einen neuen Investor. Aktuell stehen zwei Kandidaten mit tiefer Verwurzelung im deutschen Einzelhandel und ausgestatteten finanziellen Ressourcen in engen Verhandlungen. Eine Entscheidung, an wen der Zuschlag gehen soll, wird in Kürze erwartet. Diese entscheidende Entwicklungsphase bewegt sich im Einklang mit den Intentionen des Insolvenzverwalters, wie er in einem kürzlichen Interview mit der Tagesschau pointierte.

Die Prozedur sieht vor, dass nach Zustimmung der Gläubiger das Insolvenzgericht den Plan erneut bekräftigen muss, bevor das Gericht das Verfahren formal beenden kann. Die Unternehmensgeschichte von Galeria Karstadt Kaufhof war zuletzt von Turbulenzen geprägt. Die erneute Insolvenz, die Anfang des Jahres eingereicht wurde, stellt bereits den dritten Fall in einem Zeitraum von dreieinhalb Jahren dar.

Von den aktuell betriebenen 92 Filialen der Warenhauskette ist die Zukunftszahl noch ein offenes Buch. Der Fokus liegt auf einer Mindestübernahme von "60 plus X" Standorten, wobei die genaue Zahl des "X" noch im Nebel der Ungewissheit liegt. Die Entscheidung über den Fortbestand der einzelnen Filialen hängt maßgeblich von den Mietverhältnissen ab. Der Konzern, vormals ein Teil der Signa-Gruppe, ist derzeit Arbeitgeber für etwa 12.800 Angestellte.