14. April, 2024

Wirtschaft

BDI-Präsident Russwurm kritisiert Regierung Scholz wegen Wirtschaftskrise

BDI-Präsident Russwurm kritisiert Regierung Scholz wegen Wirtschaftskrise

In einem markant kritischen Tenor adressierte Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, die Bundesregierung unter Kanzler Olaf Scholz bezüglich ihres Umgangs mit der aktuellen Wirtschaftskrise. Laut einer Verlautbarung, die er gegenüber "Süddeutschen Zeitung" machte, sieht Russwurm die vergangenen Jahre der Ampel-Koalition als verlorene Zeit. Darüber hinaus stellte er fest, dass sich die Bundesregierung, trotz der Fehlentwicklungen, die bereits vor der aktuellen Legislaturperiode begonnen haben, weiterhin als ein essenzieller Dialogpartner für den Industriezweig darstellt.

Insbesondere nahm Russwurm Bezug auf die Kommunikationsebene innerhalb der Bundesregierung. Während Wirtschaftsminister Robert Habeck sowie Finanzminister Christian Lindner einen stetigen Dialog mit den Unternehmensverbänden suchten, scheine die Reaktion des Kanzlers Olaf Scholz oft auf das Sprichwort "Die Klage ist das Lied des Kaufmanns" reduziert zu sein. Diese Haltung könne als Indikator dafür gesehen werden, dass das Kanzleramt die Tragweite der aktuellen ökonomischen Herausforderungen möglicherweise nicht vollständig erfasst.

Die wirtschaftspolitischen Missgriffe haben nach Ansicht Russwurms sichtbare Konsequenzen: Deutschland erlebt ein deutlich langsamer werdendes Wirtschaftswachstum und verliert kontinuierlich Marktanteile – sowohl im Vergleich zu anderen Nationen als auch zu seinen europäischen Nachbarn.

Abschließend erörterte der Industrievertreter die Notwendigkeit einer grundsätzlichen Debatte über die zukünftige Ausrichtung und die finanzielle Tragfähigkeit bestimmter Industriezweige in Deutschland. Angesichts der globalen Veränderungen plädierte Russwurm für eine Akzeptanz der höheren Kosten, die durch das Bemühen um strategische Souveränität entstehen. Dabei prognostizierte er, dass bestimmte Branchen, unter anderem die Herstellung von Ammoniak, aufgrund dieser Entwicklungen mittelfristig ihre Präsenz in Deutschland verlieren könnten.