25. Februar, 2024

Wirtschaft

BASF bekräftigt Einhaltung der Menschenrechte und sucht Dialog mit Kritikern

BASF bekräftigt Einhaltung der Menschenrechte und sucht Dialog mit Kritikern

Inmitten internationaler Kritik an einer Partnerfirma in China hat BASF, das Schwergewicht im deutschen Aktienindex DAX, seine Verpflichtung zu Menschenrechtsstandards hervorgehoben und das Engagement für eine offene Kommunikation mit seinen Kritikern betont. BASF beziehe Stellung zu alldiesen als elementar betrachteten gesellschaftlichen Pflichten sowohl in den eigenen Geschäftsstätten als auch in der Zusammenarbeit mit Partnern auf der gesamten Produktions- und Lieferkette - ein Anspruch, der explizit auch für China gelte, so das Unternehmen.

Die Verlautbarungen des Ludwigshafener Konzerns erfolgten nach Vorwürfen, dass Mitarbeiter einer mit BASF assoziierten Firma in der Provinz Xinjiang in eine staatliche Kampagne gegen die Uiguren involviert gewesen sein könnten und in Spähaktionen miteinbezogen wurden. Diese Behauptungen, die durch Berichte des ZDF und des Spiegel publik gemacht wurden, hatten zu einem Brief von 30 internationalen Politikern geführt, die BASF zum Rückzug aus der Region aufriefen.

Auf den Brief, dessen Unterzeichner auch der EU-Parlamentarier Reinhard Bütikofer zählt, reagierte BASF mit der Ankündigung, das Gespräch mit den Autoren zu suchen. Im Fokus stünden hierbei zeitnahe und konstruktive Dialogangebote.

Seit 2016 betreibt das Chemieunternehmen in Korla, Xinjiang, zwei Joint Ventures, die in der chemischen Produktion tätig sind. Diese Standorte beschäftigen zusammengenommen circa 120 Arbeitskräfte. BASF stellt klar, dass regelmäßige Überprüfungen der Arbeitsverhältnisse vor Ort stattfinden. Sowohl interne Kontrollen Anfang des Jahres 2023 als auch anvisierte Audits durch unabhängige Prüfungsgesellschaften im Jahr 2024 sollen weiterhin die Einhaltung von Menschenrechtsstandards gewährleisten. Das Unternehmen betont, dass bis dato keinerlei Beweise für Zwangsarbeit oder andere Missstände in den Joint Ventures entdeckt worden seien.